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German Vans Shop Riot 2019

Es ist ein fester Tagesordnungspunkt im Jahreskalender europäischer Rollbrettverkaufsgeschäftsmannschaften: der Vans Shop Riot. In ganz Europa versuchen sich Shopteams für das Finale zu qualifizieren, das am 25. & 26. Oktober im Noord Skatepark in Amsterdam stattfinden wird. In Deutschland war das Ausscheidungsevent traditionell in der Kölner Northbrigade, wo es, völlig untraditionell, diesmal nicht geregnet hat. Auch völlig untraditionell haben nicht Titus oder sk8dlx gewonnen – wobei Titus ja irgendwie schon, aber nicht das Team Titus, sondern Titus Düsseldorf mit Alex Ring, Kalle Zolino und Nico Böttcher . Die hatten Team Titus im Halbfinale rausgekegelt und im Finale SHRN auf den zweiten Platz verwiesen. Die Münchner nahmen – ganz traditionsbewusste Bayern (trotz nur 1/3 Bayern-Anteil in der Mannschaft) – die Silbermedaille schon zum dritten Mal in Folge mit und holten sich Gold beim abendlichen Rahmenprogramm.

Joscha Aicher (Team SHRN)

„Wir sind so stark am Glas wie noch nie zuvor“

Was ist euer Plan um diesen Contest zu gewinnen und alle anderen Teams zu zerstören?

Ganz klar alle unter den Tisch zu zapfen. Das ist die Methode. Ich würd mal sagen, hier hat noch nie jemand richtig gezapft und wir sind so stark am Glas wie noch nie zuvor und werden hier allen zeigen, wie man richtig zapft.

Gibt es eine Promilleuntergrenze für das Finale?

Für uns ist eine Untergrenze gesetzt, wir fangen eigentlich erst ab 1 Promille an. Ich weiß nicht wie die anderen das sehen, aber würde jemand unter 1 Promille antreten, wäre das schon unfair uns gegenüber.

Bartosz Ciesielski (Team Concrete Wave)

„Ich hatte schon eine Railsession zum Frühstück“

Was ist deine Geheimstrategie um den Contest zu gewinnen?

Da ich große Rails mag, bin ich ganz froh, dass es hier ein einigermaßen großes Rail gibt. Da hatte ich schon eine Session zum Frühstück und eine zu Mittag. Lief geil, hat Spaß gemacht und das ist die Wurzel meiner Strategie. Wenn das Feeling gut ist, ist alles geil. Und das Team stimmt auch.

D.h. du fährst das Rail, gehst wieder hoch, wieder Rail, wieder hoch…

Nenene, das hab ich aber tatsächlich früher mal auf nem Contest gemacht, bis ich gerafft hab, dass das schon einen Tacken stumpf ist. Aber wir fahren am Anfang das große Rail und dann gebündelt durch den Park und dann wird am großen Rail wieder beendet.

Kannst du das große Rail eigentlich problemlos fahren? Weil da sind ja keine Platten davor.

[lacht] Ich muss sagen, da freu ich mich eher drüber. Ein bisschen kurz ist es nur…

Denny Pham (Team sk8dlx)

„Die haben meines Wissens auch nicht direkt vor dem Spiel auf dem Dixie Klo scheißen müssen“

Hat euer Team sich in der Vorbereitung mit speziellen Techniken beschäftigt oder an geheimen Taktiken gearbeitet? Immerhin habt ihr letztes Jahr gewonnen.

Da wir die Titelverteidiger sind ist natürlich der Druck bei uns hoch, wie man an meinem letzten Run erkennen konnte. Ich hab ungefähr nichts geschafft. Das war strategisch nicht genug durchdacht.

Andererseits hat Deutschland ’54 in der Vorrunde auch haushoch gegen Ungarn verloren, um sie in Sicherheit zu wiegen und im Finale ging es dann ab.

Aber die haben meines Wissens auch nicht direkt vor dem Spiel auf dem Dixie Klo scheißen müssen. Vielleicht mussten sie das, aber in meinem Fall hat mir das ein bisschen die Leichtigkeit genommen, obwohl es eigentlich andersrum sein sollte. Aber irgendwie hatte ich da noch was quer stehen. Vielleicht kam auch nicht alles raus.

Aber es hat gereicht für die nächste Runde.

Dank meiner fähigen Teamkollegen.

Die Titelverteidigung ist also noch möglich. Auch ein Dopingtest könnte euch nicht gefährlich werden? Thema Olympia.

Ich bin mir bei einigen anderen Teams nicht ganz sicher, da sehe ich ein paar schwarze Schafe, aber bei uns ist ziemlich sicher alles negativ.

Zählt dieser Contest denn für die Olympiaqualifikation?

Ne, tut er nicht.

Patrick Rogalski (Team Titus)

„Wie immer stabil“

Du hattest ja eine relativ lange Anreise aus Berlin. Beeinträchtigt das dein Leistungsvermögen oder bist du stabil?

[lacht] Wie immer stabil.

Bist du gedopt?

Na klar.

Was ist dein Geheimdoping? Malzbier?

Guude Laune. Wenn man ein paar Girls um sich rum sieht ist das auch gutes Doping. Und das Preisgeld natürlich.

Wie ist denn die Absprache mit dem Teammanager? Gibt es da strikte Stallorder wie in der Formel 1?

Absolut. Yannick erster, ich zweiter, Vladik dritter. Alles durchgetaktet, so wie sich das gehört.

Patrick Zentgraf (Team Arrow)

„Wir haben die Ersatzmannschaft… Oder besser gesagt, wir waren die Ersatzmannschaft“

Arrow & Beast haben ja zwei Teams geschickt: Team Arrow und Team Beast. Welches Team bist du?

Ich bin in Team Arrow mit Phil Anderson und Daniel Trautwein.

Ich muss investigativ nachhaken. Erstrunden-Aus wie bei der deutschen Nationalmanschaft. Da fragt man sich als Fan natürlich: Woran hat’s gelegen?

Wir waren einfach alle hier zum Spaß und wenn es nicht klappt, dann klappt es nicht. Zum Glück haben wir ja noch das Team Beast und die werden das Ding glaub ich rocken. Wir haben die Ersatzmannschaft… Oder besser gesagt, wir waren die Ersatzmannschaft.

Habt ihr denn schon abgemacht, wie das Preisgeld geteilt wird, denn im Grunde seid ihr ja ein Team.

Nö, das können sich die drei Jungs schön aufteilen, dann geht’s noch was essen und dann nach Hause.

Das heißt die Jungs zahlen das Essen, falls sie gewinnen?

[lacht] Ne, das ist deren Kohle.

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