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Trini Dresden

Das Ende einer Ära

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Dresdens Skateszene hatte schon immer ein Platzproblem. In den frühen 2000ern waren die SkateHotspots der UFA Palast, der seit 2016 nicht mehr existierende Tunnel und der Trini. Damals noch ein Offizieller Skatepark. Auf einer großen privaten Brachlandschaft pachtete die Stadt eine kleine Fläche. 2007 riss sie ihn dann wieder ab nach dem erfolgreich 450.000€ in ein Concrete Rudolph Park am Lingner Allee 2006 gesteckt wurde. Die Obstacles am Trini waren weg aber die geteerte Fläche blieb. 2008 oder 2009 hatten dann die ersten Jungs keine Lust mehr auf den „ ingner" und fingen an sich am Trini selber Obstacles zu bauen. So entstand eine kleine DIY Bewegung in Dresden. Die Trinirats. Über die Jahre haben wir Sachen gebaut und tot geskatet, Dinge wurden Mutwillig zerstört, wieder neu aufgebaut und weiter gebaut. Viele Sachen wurden ohne Betonmischer und lediglich mit Schaufel und Gieskanne am Boden zusammen gehackt. Das war unglaublich schweistreibend und wir haben für manche Ramps dadurch bis zu 3 Jahre gebraucht. Der Spot war verdammt rough. Oft lagen Scherben über den Spot verteilt. Ein Bail war immer gleich Blut, Schmerz und Zerstörung. Vor drei Jahren kamen das erste Mal ein paar Bulldozer auf die Brachlandschaft und wollten alles Platt machen. Da konnten wir noch Kontakt zur Eigentümerin aufnehmen und das Schlimmste verhindern. Dieses Jahr kamen sie wieder. Das Gleiche Abrisskomando. Wir sprachen mit den Bauis und versuchten die Eigentümerin (dieses Mal im Namen unseren 2-4-8 Wheels Vereins) umzustimmen und ihr ein Konzept vorzulegen. Das Hauptproblem war wohl der anfallende Müll um den die Eigentümerin verpflichtet ist sich zu kümmern. Der Sondermüll (Grafitti Dosen, Entsorgter Haushaltsmüll der Anwohner wie Kühlschränke, etc) allein kosteten die Eigentümerin wohl jährlich 10.000€. Seit drei jahren versuchten wir unseren Teil der Fläche sauber zuhalten und Müll einzusammeln. Aber das hat nichts gebracht. Und dieses Mal brachten auch alle anderen Bemühungen nichts. Am 15.11.2018 nach dem die Sonnne untergegangen ist und alle Skater vom Platz verschwunden waren, rollten die Bagger auf die Fläche und legten los. In etwa 2h machten die Maschinen 10 jahre Arbeit den Erdboden gleich. 

Was da jetzt entsteht? Nix. Zumindest vor erst. Somit sind inzwischen 2 von 3 historischen Skatespots in Dresden Geschichte. Die Schuldfrage ist sicher so eine Sache. Jedes Jahr als Eigentümer ein 5 stelligen Betrag zur Instandhaltung einer Brachlandschaft zu zahlen ist sicher nicht ohne. Trotzdem wird es das Müllproblem auch in Zukunft geben - auch ohne Trini. 

"In einer Nacht, werden eine Million Tricks verschüttet, 5000000 Jointstummel ausgebuddelt, 15000 Liter Schweiß, Bier und Blut weggewischt. Gelächter und Geschrei verhallen im Lärm dieser Maschinen...doch es bleiben Männer übrig, die auf Dir gewachsen sind! bye bye good 'ol friend, always a plessure"

Vor drei Jahren kamen das erste Mal ein paar Bulldozer auf die Brachlandschaft und wollten alles Platt machen. Da konnten wir noch Kontakt zur Eigentümerin aufnehmen und das Schlimmste verhindern. Dieses Jahr kamen sie wieder. Das Gleiche Abrisskomando. Wir sprachen mit den Bauis und versuchten die Eigentümerin (dieses Mal im Namen unseren 2-4-8 Wheels Vereins) umzustimmen und ihr ein Konzept vorzulegen. Das Hauptproblem war wohl der anfallende Müll um den die Eigentümerin verpflichtet ist sich zu kümmern. Der Sondermüll (Grafitti Dosen, Entsorgter Haushaltsmüll der Anwohner wie Kühlschränke, etc) allein kosteten die Eigentümerin wohl jährlich 10.000€. Seit drei Jahren versuchten wir unseren Teil der Fläche sauber zu halten und Müll einzusammeln. Aber das hat nichts gebracht. Dieses Mal brachten auch alle anderen Bemühungen nichts. Am 15.11.2018 nach dem die Sonnne untergegangen ist und alle Skater vom Platz verschwunden waren, rollten die Bagger auf die Fläche und legten los. In etwa 2h machten die Maschinen 10 Jahre Arbeit dem Erdboden gleich. 

Was da jetzt entsteht? Nix. Zumindest vor erst. Somit sind inzwischen 2 von 3 historischen Skatespots in Dresden Geschichte. Die Schuldfrage ist sicher so eine Sache. Jedes Jahr als Eigentümer ein 5 stelligen Betrag zur Instandhaltung einer Brachlandschaft zu zahlen ist sicher nicht ohne. Trotzdem wird es das Müllproblem auch in Zukunft geben - auch ohne Trini. 

Und was kann die Stadt dafür? Nichts. Ist ja nicht ihre Fläche. Die Stadt kann aber was dafür, dass wir keine Zeitgemäßen Ausweichmöglichkeiten haben und immer noch denkt, dass skaten irgendein unwichtiges Nieschenhobby wäre. 

Fuck ey mal ehrlich, es ist 2018. Skaten ist Olympisch. Und wir haben hier nichts außer baufällige Legoparks. Ich kann nur hoffen, dass Dresden uns irgendwann mal zuhört… 

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