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Sprouters

Das Wasser im Main fließt gemächlich an der Festung vorbei, so wie es das eh und je getan hat, aber ein paar Sachen ändern sich doch in Würzburg. Mit Sprouters ist seit letztem Jahr ein neuer Skateshop in der Innenstadt zu finden, der frische Marken nach Unterfranken gebracht hat. Wir haben mit den Inhabern Jan Fäser, Florian Nall und Marius Grub gesprochen.

Seit: März 2017

Inhaber: Jan Fäser, Florian Nall, Marius Grub

Teamfahrer: Leon Zenkel, Johannes Kiefer, Domi Noll, Paul Ehrenberg, Tobi Grimm, Nico Schmitt, Alex Bacic

Webseite:  https://www.sprouters.de/

Facebook:  @sproutersskateshop

Instagram:  @sprouters_skateshop

Mail: info@sprouters-skateshop.de

Tel.: +49 931 – 301 974 37

Adresse: Katharinengasse 11, 97070 Würzburg

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11:00 – 19:00

Wie seid ihr dazu gekommen den Laden aufzumachen? Wie hat sich das alles ergeben?  

Jan: Das hat sich ergeben, weil ich von Zuhause aus einen Vertrieb aufgebaut habe und mehr Fläche brauchte, da alles gewachsen ist und dann war da auf einmal diese Location. Dort angerufen und dann war alles mehr oder weniger spontan. Wir haben auch keinerlei Vorbereitungszeit gehabt, wir haben einfach gesagt entweder wir machen es jetzt oder nie. Und dann haben wir mit drei Monaten Umbau den Laden komplett aufgepäppelt. Wände eingezogen, Boden etc.  

Und woher kommt der Name Sprouters?  

J: Das ist aus meinem Australien Urlaub geblieben. Das beschreibt eine Sache die schön und langsam wächst, sprich eine schöne Blume. Und es ist dort außerdem ein Slang Wort für hübsche Mädels.

"Wir wollen mit dem Shop kleinen Firmen eine Plattform bieten"

In welchem Zustand geistiger Umnachtung muss man sein, dass man heutzutage einen Shop aufmacht?  

J: In einer sehr motivierten Phase.  

Reich wird man damit ja nicht.  

Flo: Ne, aber wir machen es aus Leidenschaft zum Skaten. Wir wollen mit dem Shop kleinen Firmen eine Plattform bieten und ein Skateshop ist nun mal die beste Plattform. So Firmen wie Pass-Port, Snack oder Butter Goods.  

Marius: Damit man wieder was Frisches in Würzburg hat und um die neue Generation zu pushen.

Würde der Shop ohne den Vertrieb auch funktionieren oder ist der essentiell?  

J: Ich muss leider sagen, das würde wahrscheinlich nicht funktionieren. Es gibt ja auch genügend andere Shops die das so gekoppelt machen und wir verstehen auch warum. Hätte es den Vertrieb nicht gegeben, dann wäre es mit dem Skateshop auch nie so weit gekommen. Es funktioniert einfach nicht ohne. Das hat auch mit der Größe Würzburgs zu tun.  

Wie habt ihr die Marken für den Vertrieb ausgewählt?  

J: Für uns war es wichtig Marken wie Fucking Awesome oder Dime zu bekommen, weil hier eine sehr starke Nachfrage besteht. Wir wollten unseren Fokus auch mehr auf ausgewählte Stücke legen, die wir selber geil finden und keine Stangenware reinholen. Unser Kriterium ist, die Marke muss Skate Background haben, es muss qualitativ überzeugen und wir müssen die Marke auch selber geil finden. Im Vertrieb haben wir soweit unsere Marken gefunden, da werden wir in nächster Zeit nicht mehr weiter machen und für den Shop werden wir schauen.  

Wie wird man Aufmerksam auf z.B. Snack Skateboards und wie kommt man mit denen in Kontakt?  

J: Bei Snack hat mich Sergej [Vutuc] drauf gebracht und da ich ein ziemlicher Nerd in der Richtung bin, habe ich mich erst mal ein bisschen mit der Firma beschäftigt. Wir haben dann Snack auf Instagram eine DM geschickt und dann ging das alles ganz easy mit den Jungs. Und so ist das eigentlich mit jeder Marke entstanden, außer bei der Gründung des Vertriebs mit Pass-Port, die Jungs habe ich persönlich in Australien kennengelernt und mich gewundert warum das nicht in Europa oder Deutschland erhältlich ist.

Und wie ist die Zusammenarbeit über den Verkauf hinaus? Irgendwelche Sachen die ihr umsetzt? Events, Contests, Touren, Projekte?  

M: Da wir ja noch relativ jung und die Firmen auch klein sind, ist es schwierig von Sekunde eins ein fettes Flow Team aufzubauen, aber wir versuchen natürlich die lokalen Shops mit Stuff für Teamfahrer auszustatten, die das dann representen. Wir haben jetzt auch z.B. bei Killing Floor den Wladimir [Hoppe] vom Attitude Skateshop und den Sebi Binder vom Stil Laden, die Stuff bekommen. Wir haben für dieses Jahr noch einiges in Planung, verschiedene Video Premieren und dann schauen wir mal wie sich das ganze entwickelt.  

Verkauft ihr auch an Leute außerhalb der Skateszene oder sind das tatsächlich nur die Core Skater die hier in den Laden reingehen?  

F: Das ist recht ausgeglichen. Skater haben halt auch nicht so viel Geld und die Preise liegen im Moment in einer Kategorie, wo die jüngeren Skater, die wir mit unserem Shop ansprechen, nicht jeden Monat 44 € für ein Dime T-Shit ausgeben können. Also brauchen wir auch die Leute, die nicht skaten, das geht nicht anders. Die werden ja auch immer markenbewusster durch Supreme und Palace und das spielt uns wiederum in die Karten, weil z.B. Fucking Awesome ist dann schon auch bei denen bekannt und die geben auch das Geld dafür aus.  

Kaufen die auch so Sachen wie Hotel Blue oder ähnliches, wovon die wahrscheinlich noch nie vorher gehört haben?

M: Das funktioniert. Die sehen das auch gar nicht so als Skatemarke und das sind ja auch nicht unbedingt skatespezifische Motive. Insbesondere auch Butter Goods ist im Bereich Streetwear am durchschlagen. Für uns ist entscheidend die Marken in der Region möglichst exklusiv zu halten, damit viele Leute dann auch wissen, okay die Jungs haben die Marke.  

Merkt ihr, dass die Marken hier in der Region wachsen, dass die Aufmerksamkeit steigt?  

F: Wir haben es Anfang des Jahres extrem gemerkt, dass vor allem die etwas ältere Generation an Shops auf die kleinen Marken aufmerksam wurden.  

J: Die erste Order ist immer ganz gut und bei der zweiten lief es dann manchmal noch nicht so gut, dass es auf Dauer aufgebaut wird. Die Marken sind überall gewachsen im Vertrieb und im Shop, z.B. Pass-Port geht bei uns Brett-technisch durch die Decke. Also die Marken sind schon sehr akzeptiert. Die Leute haben auch Bock, die sagen zwar sie haben noch nie davon gehört und dann quatschst du halt mit denen und erzählst ein bisschen was darüber und geiles Design spricht ja auch für sich.  

Was ist oder war die größte Herausforderung beim Start so eines Shops?  

M: Social Media nicht vernachlässigen. Am Anfang haben wir das unterschätzt, dass man sehr viel Zeit in Instagram und Facebook stecken muss. Und natürlich haben wir jetzt seit drei, vier Monaten auch einen Online Shop. Das ist natürlich auch super wichtig, dass man eine große Reichweite besitzt, weil irgendwann ist das hier in Würzburg ausgeschöpft.   

Ich hab auch schon von Shops gehört, dass 50% des Geschäfts mittlerweile über den Online-Shop läuft.  

M: So weit ist es bei uns noch nicht, aber der Online-Shop ist gerade auch noch neu. Viele Artikel gehen im Store nicht so gut und dann kriegst du eine Bestellung rein. Wir hatten jetzt auch schon europäische Bestellungen, Frankreich oder Skandinavien und dann ist der Artikel auf einmal weg. Am Anfang hab wir gedacht, gut dann machen wir halt den Online-Shop, aber jetzt wissen wir, dass es ohne heute eigentlich eh nicht mehr geht, besonders bei den kleinen Marken.  

Wie seid ihr dazu gekommen den Laden aufzumachen? Wie hat sich das alles ergeben?  

Jan: Hat sich ergeben, weil ich den Vertrieb von Zuhause gemacht hab und mehr Fläche brauchte, da alles gewachsen ist und dann war da auf einmal die Location. Dort angerufen und dann war alles mehr oder weniger spontan. Wir haben auch keinerlei Vorbereitungszeit gehabt, wir haben einfach gesagt entweder wir machen es jetzt oder nie. Und dann haben wir mit drei Monaten Umbau den Laden komplett aufgepäppelt. Wände eingezogen, Boden etc.  

Und woher kommt der Name Sprouters?  

J: Das ist aus meinem Australien Urlaub geblieben. Das ist eine Sache die schön und langsam wächst, sprich eine schöne Blume. Und es ist dort ein Slang Wort für hübsche Mädels.  

In welchem Zustand geistiger Umnachtung muss man sein, dass man heutzutage einen Shop aufmacht?  

J: In einer sehr motivierten Phase.  

Reich wird man damit ja nicht.  

Flo: Aus Leidenschaft zum Skaten. Wir wollen mit dem Shop kleinen Firmen eine Plattform bieten und ein Skateshop ist nun mal die beste Plattform. So Firmen wie Pass-Port, Snack oder Butter Goods.  

Marius: Damit man wieder was Frisches in Würzburg hat und um die neue Generation zu pushen.  

Würde der Shop ohne den Vertrieb auch funktionieren oder ist der essentiell?  

J: Ich muss leider sagen, dass würde wahrscheinlich nicht funktionieren. Es gibt ja auch genügend andere Shops die das so gekoppelt haben und wir verstehen auch warum. Hätte es den Vertrieb nicht gegeben, dann wäre es mit dem Skateshop auch nie so weit gekommen. Es funktioniert einfach nicht ohne. Das hat auch mit der Größe Würzburgs zu tun.  

Wie habt ihr die Marken für den Vertrieb ausgewählt?  

J: Für uns war es wichtig Marken wie Fucking Awesome oder Dime zu bekommen, weil hier eine sehr starke Nachfrage besteht. Wir wollten unseren Fokus auch mehr auf ausgewählte Stücke legen, die wir selber geil finden und keine Stangenware reinholen. Unser Kriterium ist, die Marke muss Skate Background haben, es muss qualitativ überzeugen und wir müssen die Marke auch selber geil finden. Im Vertrieb haben wir soweit unsere Marken gefunden, da werden wir in nächster Zeit nicht mehr weiter machen und für den Shop werden wir schauen.  

Wie wird man Aufmerksam auf z.B. Snack Skateboards und wie kommt man mit denen in Kontakt?  

J: Bei Snack hat mich Sergej [Vutuc] drauf gebracht und da ich ein ziemlicher Nerd in der Richtung bin habe ich mich erst mal ein bisschen mit der Firma beschäftigt. Wir haben dann Snack auf Instagram eine DM geschickt und dann ging das alles ganz easy mit den Jungs. Und so ist das eigentlich mit jeder Marke entstanden, außer bei der Gründung des Vertriebs mit Pass-Port, die Jungs habe ich persönlich in Australien kennengelernt und mich gewundert warum das nicht in Europa oder Deutschland erhältlich ist.  

Und wie ist die Zusammenarbeit über den Verkauf hinaus. Irgendwelche Sachen die ihr umsetzt, Events, Contests, Touren, Projekte?  

M: Da wir ja noch relativ jung und die Firmen auch klein sind, ist es schwierig von Sekunde eins ein fettes Flow Team aufzubauen, aber wir versuchen natürlich die lokalen Shops mit Stuff auszustatten, für die Teamfahrer die das dann representen. Wir haben auch bei Killing Floor jetzt zum Beispiel den Wladimir [Hoppe] vom Attitude Skateshop, der kriegt Killing Floor Stuff und der Sebi Binder vom Stil Laden. Wir haben für dieses Jahr noch einiges in Planung, verschiedene Video Premieren und dann schauen wir mal wie sich das ganze entwickelt.  

Verkauft ihr auch an Leute außerhalb der Skateszene oder sind das tatsächlich nur die Core Skater die hier in den Laden reingehen?  

F: Das ist recht ausgeglichen. Skater haben jetzt halt auch nicht so viel Geld und die Preise liegen im Moment in einer Kategorie, wo die jüngeren Skater, die wir mit unserem Shop ansprechen, nicht jeden Monat 44 € für ein Dime T-Shit ausgeben können. Also brauchen wir auch die Leute, die nicht skaten, das geht nicht anders. Die werden ja auch immer markenbewusster durch Supreme und Palace und das spielt uns wiederum in die Karten, weil z.B. Fucking Awesome ist dann schon auch bei denen bekannt und die geben auch das Geld dafür aus.  

Kaufen die auch so Sachen wie Hotel Blue oder ähnliches, wovon die wahrscheinlich noch nie vorher gehört haben.

M: Das funktioniert, die sehen das auch gar nicht so als Skatemarke und das ist ja auch nicht ein skatespezifisches Motiv. Insbesondere auch Butter Goods ist im Bereich Streetwear am durchschlagen. Für uns ist entscheidend die Marken in der Region möglichst exklusiv zu halten, damit viele Leute dann auch wissen, okay die Jungs haben die Marke.  

Merkt ihr, dass die Marken hier in der Region wachsen, dass die Aufmerksamkeit steigt?  

F: Wir haben es Anfang des Jahres extrem gemerkt, dass vor allem die etwas ältere Generation an Shops auf die kleinen Marken aufmerksam wurden.  

J: Die erste Order ist immer ganz gut und bei der zweiten lief es dann manchmal noch nicht so gut, das es auf Dauer aufgebaut wird. Die Marken sind überall gewachsen im Vertrieb und im Shop, z.B. Pass-Port geht bei uns Brett-technisch durch die Decke. Also die Marken sind schon sehr akzeptiert. Die Leute haben auch Bock, die sagen zwar sie haben noch nie davon gehört und dann quatschst du halt mit denen und erzählst ein bisschen was darüber und geiles Design spricht ja auch für sich.  

Was ist oder war die größte Herausforderung beim Start so eines Shops?  

M: Social Media nicht vernachlässigen. Am Anfang haben wir das unterschätzt, dass man sehr viel Zeit in Instagram und Facebook stecken muss. Und natürlich haben wir jetzt seit drei, vier Monaten auch einen Online Shop. Das ist natürlich auch super wichtig, dass man eine große Reichweite hat, weil irgendwann ist das hier in Würzburg ausgeschöpft.   

Ich hatte auch schon Interviews mit Shops, die meinten 50 % des Geschäfts läuft mittlerweile über den Online Shop.  

M: So weit ist es bei uns noch nicht, aber ich mein der Online-Shop ist gerade auch noch neu. Viele Artikel gehen im Store nicht so gut und dann kriegst du eine Bestellung rein. Wir hatten jetzt auch schon europäische Bestellungen, Frankreich oder Skandinavien und dann ist der Artikel auf einmal weg. Am Anfang hab wir gedacht, gut dann machen wir halt den Online-Shop, aber jetzt wissen wir, dass es ohne heute eigentlich eh nicht mehr geht, besonders bei den kleinen Marken.  

Man hat dann halt so einen europaweiten Liebhaber Kundenkreis.

F: Es hat aber auch viel lokal hier gebracht, quasi als Showroom für die Leute. Die schauen dann erst mal online und dann kommen sie nach ein paar Tagen rein und fragen nach den Artikeln.  

J: Oder sie sind einfach faul, hängen lieber auf der Couch ab und schauen erst mal am Laptop was es denn so gibt, bevor sie einen Kilometer zum Shop laufen oder aus Schweinfurt herfahren.  

Gibt es eine bestimmte Philosophie, die hinter eurem Shop steckt?  

F: Die Markenauswahl auf jeden Fall. Aber es gibt auf genügend andere Shops wie Arrow & Beast, Bonkers etc. die ein ähnliches Markenportfolio haben. Und das war auch ein wenig der Anstoß, weil ich mir immer dachte, so ein Laden will ich bei mir in der Stadt haben.  

Was macht euch einzigartig?  

M: Die familiäre Beziehung die wir mit unseren Kunden und mit den Skatern haben, die reinkommen und bei uns auf der Couch abhängen. Es soll nicht nur eine Verkaufsfläche sein, sondern auch ein Meeting Point vor und nach dem Skaten. Verschiedene Video Premieren hatten wir schon bei uns im Laden. Wir haben auch unseren eigenen Brand im Hinterkopf und wollen Clothing machen.  

Gibt es schon Merch/Boards?  

J: Also Shop Shirts kommen hoffentlich bald, Shop Boards leider noch nicht, wenn dann eine limitierte Auflage, weil letztendlich liegt der Fokus hier auf den Marken die wir führen und wenn wir selber Boards rausbringen, die günstiger sind, dann kaufen die Leute nur noch die Shop Boards.