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Frafimi Galluci Interview

Wie alt wirst du?  

Mocki: 28. 

Ich ich hab das Gefühl, du bist so das verbindende Element der Frankfurter Szene. Wenn ihr an der Hauptwache jetzt mit Kasten Bier feiert, ist da ganz Frankfurt dabei? 

M: Alle sind da! ......... (1:46) Die Szene in Frankfurt ist ja auch überschaubar. Aber ja , weiß nicht genau. So wie das hier – so der mediale Output, der das dann verbindet würd ich sagen. Aber gibt’s auch einige Jungs, die anderswo connected sind.  

Philipp: Der Mocki ist ja, der Idiot, der immer den Rucksack schleppt mit der Kamera und dann wollen alle mit ihm zutun haben.  

M: Sobald ..........(2:17) Gibt nur wenige, die filmen...

Dann war das so ne Spaß-Anschaffung. Und jetzt, jetzt muss man immer ran. Aber macht ja auch Spaß.

Das hat mir der Maddin vom Bonkers erzählt und der meinte eben, dass dieses Frafimia dadurch entstanden ist, dass du angefangen hast zu Filmen und, dass sich das dann aus dem Mixtape raus entwickelt hat. Ist das so?  

M: Jaa, so war mal, so n bisschen fing’s an und dann hat das direkt weitere Ausmaße genommen, dass es dann gar nichts mehr immer nur mit irgendwie Skate-Filmen zu tun hat. Es ging relativ, es war dann irgendwie so ein Selbstläufer und dann war waren alle mit im Boot und dann hat jeder sein Shit gemacht also egal ob der jetzt irgendwie der Jojo und der Philipp mit Fotos und so n Kram und dann ja, ging das so, hat da so seine Form angenommen, die sie jetzt hat.

Wann ist des so losgegangen?  

M: So vor nem Jahr ungefähr kann man sagen.

Also noch relativ frisch alles?  

M: Joa, kommt mir, kommt mir schon Ewigkeiten vor....Ohne Frafimi kann ich gar nicht mehr denken?..............(3:41)

Für Außenstehende: was bedeutet Frafimi? Oder Frafimi Gallucci?  

M: Frankfurt fickt mich ausm Gallus. Daher kommt Gallucci. Hört sich nur schöner an.  

Das Ganze hat sich ja aus den Frankfurt Mixtapes entwickelt, oder?

P: Ja, und irgendwann hat sich das ausgeweitet, als wir dann Shirts und Sticker und Tralala gemacht haben. Und eigentlich so das ganze Kollektiv entstanden ist. Und dann haben wir halt selbst gemerkt: So ein Mix reicht eigentlich nicht mehr um diese ganze wunderbare Artenvielfalt zu beschreiben.   


Was produziert ihr denn jetzt alles? Also T-Shirts, was gibt’s denn alles von Frafimi?

 

Mocki: Eigentlich angefangen hat’s mit Kappen. Da gab’s drei Modelle. Die Klapp-Cap, die Mütze, die du klappen kannst. Und eigentlich ein Visor? Also das ist n Visor, war eigentlich der Grundgedanke Beisa-Mützen zu machen.  Und diese Headnut-Cap. Da ist so wie so ne Capi ohne Schirm. So ne Hafenarbeiter-Mütze die so Altrocker tragen. Und ja weil so ein bisschen Banane-Kappen halt. Aber irgendwie wie das so ist umso länger sie man trägt umso besser sehen se aus und dann hat der Philipp T-Shirts gemacht und jetzt wir haben, Sticker haben wir eigentlich als erstes gemacht. Ja und jetzt kommt bald noch mal ein paar T-Shirts und dann mal gucken, was sich so ergibt.  

P: Außerdem Stefan ich möchte hinzufügen: Also ich bin mir nicht sicher, ich hab nicht recherchiert aber ich glaub, wir sind so mit die einzige Skateboard-Crew Kollektiv, was irgendwie mittlerweile einen akademischen Titel hat so.

M: Ja, wir sind schlau. Sophisticated.

P: Ich hab meine Bachelor-Arbeit, also ich hab Kommunikations-Design studiert, hab dann meine Bachelor-Arbeit den ganzen Frafimi-Lifestyle gewidmet.  

M: Um’s kurz zu machen: Es gibt ein Frafimi-Buch.

Und in diesem Buch hast du quasi die Designrichtlinien für Frafimi festgelegt?  

P: Ne gar nicht mal – also primär hab ich mich eigentlich mit Fotografie beschäftigt mein ganzes Studium lang und die offizielle Bearbeitungszeit für dieses Bachelor-Ding war drei Monate. Und ich hab halt einfach drei Monate lang irgendwie zu jeder Tages- und Nachtzeit äh unseren ganzen Lifestyle fotografiert. Also wenn wir auf Trips waren oder wenn wir halt einfach irgendwie hier in Frankfurt nachts unterwegs waren. Jetzt nicht primär Skate-Action-Fotos sondern halt echt eher so n bisschen diese ganze Lifestyle-Schiene. Also wann immer sich jemand einen reingesoffen hat oder wir unterwegs waren war ich so der Typ, der jedem in die Fresse geblitzt hat und hab dann so diese ganzen analogen Fotos irgendwie zu nem Buch zusammengepackt und das Ganze dann halt irgendwie so als meine Bachelor-Endarbeit  so der Uni vorgelegt. Und die fanden das geil.

Aber bist du dann auch für die Designs zuständig der Shirts und allem? Oder wer macht das ?  

P: Ja primär schon. Also ich mein dieses ganzes Ding setzt sich ja aus eigentlich von uns zusammen. Also der Mockie, hat natürlich den Film-Part und alles was da so an Film-Output ist, geht über ihn. Ahm, aber dann gibt’s halt auch noch den Jojo, der der Fotos schießt so.  

M: Mehr so die Action-Fotos.  

Philipp: Genau mehr so die Skateboard-Fotos und was jetzt so Designs anging: Logo und das erste Shirt und so, das da hab ich mich auf jeden Fall ausgetobt mit. Das ist halt das Schöne. Das ist so ein Kollektiv-Gedanke.  Und so n bisschen, ich mein, so ein bisschen spiegelt das auch dieses ganze Instagram-Ding wider. Wir haben ja von vornerein diesen Account gemacht, haben den irgendwie an 20 Leute gegeben. Jeder hat da Zugang. Und – es gibt keine Richtlinien. Also so die einzige Regel, die wir uns aufgestellt haben, war so jeder kann tun und lassen was er will. Glaub ich auch irgendwo interessant. Sehr sexy und Feeling für Leute.

Ich hab schon gehört, dass ihr selber gar nicht mehr wisst, wer alles Zugang hat zum Instragram-Account überhaupt.

 

P: Ja, die Kontrolle ist n bisschen flöten gegangen. Aber im Prinzip ist alles gut.  

Es gibt also keine Richtlinien, wie Frafimi definiert ist, wenn beim Instagram-Account eh jeder raushauen kann, wie er will.  

M: Jaaa, also bisher ist noch nichts passiert, was uns irgendwie...  

P: …den Jugendschutz ans Bein gebunden hätte.  

M: Oh, ja unser CEO hat noch nie Einwände geäußert.

Manche Marken sind ja sehr auf Brandbuilding und so was bedacht aber das ist euch egal. Da kann jeder einfach reinhauen und in jede Richtung gehen.  

M: Ja erst mal schon, ich denk das macht’s n bisschen aus.

Ja. Es ist ja, also wenn ich mir jetzt Instagram und die Sachen so anschau, ist son bisschen Trash mit bisschen Highclass kombiniert und dann noch ein paar Bikini-Mädels rein. Was ist den Frafimi eigentlich so vom Style her?  

M: Aii, das ist... so n paar horny Boys aus Frankfurt, die gerne über ihren Insta-Account Bilder und sowas rausbringen und natürlich auch weitreichenden Kontakt zu allen möglichen Frauen finden wollen.

Und klappt das?

M: Neee.

 
P: Ich glaub viel mehr geht’s einfach darum, dass sich selbst also jeder von uns nimmt sich selbst nicht zu ernst. Und nimmt das ganze Ding nicht so ernst. Ich glaub, dass machts halt irgendwie auch spaßig  und interessant für Außenstehende.

M: Also so hat’s sich eigentlich bisher auch gehalten. Und wenn das jetzt jemand genau so oder so haben möchte, dann müsste das halt die Person alleine machen damit es halt volle Handhabe da drüber hat. Aber das hat sich ja so entwickelt, dass wir irgendwie zusammen irgendwie Spaß machen und das führt dann dazu, dass man besseren Output hat. Weil ich kann mir auch nicht alle Sachen überlegen, die da jetzt irgendwie Jojo macht oder sonst wer macht. Ähm und das, eigentlich hat man da viel mehr. Es wär ja sonst viel zu viel Arbeit wenn man’s ganz alleine macht.

Und ist es eher Hobby als, dass ihr sagt: wir wollen da ein Brand draus machen.  

M: Ja, des Geld gibt’s leider noch nicht so viel. Also da hab ich jetzt keine große Erwartungen, dass ich damit mein Lebensunterhalt bestreiten.  

P: Naja, oder halt direkt das ganze Game übernehmen. Ja wir haben so zwei so zwei Zukunftsvisionen: Entweder wir beuten das Ding kapitalistisch vollkommen aus. Und wir sitzen ja, oder wir gehen ja nach einem Jahr an die Börse und verheizen das ganze Ding bis irgendwann bei H&M drinnen ist. Oder wir gehen hier so in die humanistische Schiene, bilden ne Religion draus und verdienen keinen Cent aber haben Glauben, machen bisschen harte Propaganda.

Interessante Modelle. Interessante Modelle. 

M: Spiritualität oder Money. Das ist so, die zwei Wege.

Oder vielleicht n bisschen kombinieren, Scientology-mäßig, Berrics so in die Richtung. Geld und Glaube.  

M: Wir finden bestimmt ein paar Anhänger, ein paar Knechte, die das dann auch so befürworten. Kann man bestimmt auch Geld machen mit.

A propos Geld machen. Der Martin meinte auch, ihr hab das eigentlich nur so richtig gegründet, damit ihr den Bonkers Rechnungen schreiben könnt sonst hättest ihr das alles weiter unter Hand verkauft.

M: Ja, das wollt ich einmal in meinem Leben machen. Hat aber lange gedauert, bis ich die Kohle bekommen hab. Das nächste Mal klau ich ihm das Geld direkt aus der Kasse. Einfach so.

P: Ist es auch immer schick, denn man ist so selbstständiger Unternehmer, weil man hat ne Steuernummer.

Das ist ja hier echt ein Meeting von Unternehmern. Ich hab auch ne Steuernummer.  

P: Nice. Willkommen im Club Stefan.  

Mocki: Ich hab die erst diesen oder letzten Monat bekommen. Woah... die wollten bei mir schon Hausdurchsuchung machen, um das Unternehmen an zugucken, als ich es angemeldet hab.

Direkt Steuerprüfung...  

M: Dann hab ich denen gesagt, ich verkauf 30 Kappen, dann waren se ruhig.

Aber in Frankfurt ist Frafimi schon gut verbreitet oder?

M: Ja, denk schon. Es kam schon ein paar Mal vor, dass Leute mich angesprochen haben, die ich gar nicht kannte. Des war dann schon sehr verwunderlich. Aber man bewegt sich ja immer in seinen eigenen Kreisen und da ist es halt auch verbreitet weil sich alle kennen. Aber ja, mittlerweile finden’s alle geil.  

P: Langsam trägt der Schwachsinn Früchte... Ich glaub die Non-Skate-Fraktion checkt’s manchmal noch nicht so ganz, weil wir dann auch hier und da gefragt wurden, was wir eigentlich machen und die meisten gehen davon aus, es handelt sich um italienische Designer-Handtaschen. Wegen dem Namen glaub ich. Des ist dann auch immer ganz lustig, aber auf jeden Fall gibt’s auch ne ganze aufblühende Non-Skate-Szene, die uns aufm Schirm hat.

M: Ich glaub auf Instagram ist die None-Skate-Szene fast größer, wenn ich mir die Likes angucke.  

P: Stichwort Kunst-Uschis.

M: Für Skate-Clips kriegt man nicht so viele Likes wie irgendein in Szene gesetztes Schwarz-Weiß-Foto. Aber wenn das die Kunst-Uschis liken find ich das klasse.  

Das heißt ihr expandiert auch aus der Skate-Szene jetzt schon raus?  

P: Ja, von Anfang an. Ist ja kein Geld zu machen.  

M: Wir müssen uns auch auf unsere Spiritualität zurückbeziehen,  aber das is ja auch ein langer Findungsweg bis man da so weit ist.

Und territorial habt ihr das auch schon auf andere Städte ausgeweitet? 

M: Ja, der Jojo ist unser Außenkorrespondent. Der hat glaub ich auf alle Fälle viel so in Karlsruhe und Stuttgart und in Berlin so immer. Der macht da immer gut Werbung mit den Jungs. Weil er da auch irgendwie so n bisschen verwurzelt ist. Und ich weiß gar nicht wo überall. In Dresden haben wir noch ne Connection, haben wir noch ein Chapter. Frafimi und Eierschecke. Aber des is ganz gut und ja der Jojo ist da so eher in den Süden ausgeweitet und weiß nicht wo noch... Berlin gibt’s n paar Leute.  

P: Also oftmals ist natürlich auch das Ding so als Europa-Stadt und Weltmetropole, es kommen ja vieeele nach Frankfurt. Sobald jemand hier ist und so und ein Tag lang irgendwie diesen Frafimi-Lifestyle kostet, dann sind die meistens so komplett infiziert und haben Bock drauf und nehmen das dann so n bisschen mit in ihre Städte.  

Was ist der Frafimi-Lifestyle?

 
Mocki: So richtig durchgefickt zu werden. Hahahahah. Man fühlt sich voll durchgebumst. Aber irgendwie auch geil.  

P: So ein bisschen wie Frankfurt. Kontraste, die aufeinander treffen. Auf der einen Ecke ziemlich geil und ziemlich edel und schick und Business und im nächsten Moment biste nur noch umzingelt von Crack-Scheiße und äh, ja dreckigem Asphalt.

Gibt’s den Stuff dann auch in Dresden zu kaufen oder in anderen Shops? Seid ihr dann in Shops oder muss man das dann direkt beim Chapter vor Ort  beantragen, dass man was haben will?  

M: Eher so ein Unter-der-Hand-Geschäft. Und wenn man unterwegs ist, dann bringt man mal ein paar Kappen mit oder sowas. Verteilt die an die Homies und dann kann’s mal sein, wenn da mal jemand das gesehen hat, der dann irgendwie wieder Kollege von dem ist oder Bekannter, dass der dann auf einen zurückkommt und dann musst ich auch schon ein paar Kappen verschicken. Hab ich so n richtiges Lager aufgebaut und hab schon ein oder andere dicke Pakete abgeschickt. Hab ich mich ganz schön unternehmer-mäßig gefühlt. 

P: Wir sind auf jeden Fall auch dran, unsere Website auszubauen und dann gibt’s n ganz komfortablen Web-Shop. Der ist dann 24/7 offen und dann bestellt man was und dauert das gerade mal fünf bis sieben Wochen bis die Bestellung endlich bei dir zu Hause ankommt.

Ihr könntet eigentlich auch in die Supreme-Richtung gehen. So Drops machen, die innerhalb von zwei Sekunden ausverkauft sind oder n eigenen „Frafimi-Store“ aufmachen.  

M: Ja, aber wir kaufen die Sachen dann selber aus. Nein das ist so.... Damit es noch härter gefeiert wird.  

Was ist was ist die Zukunft von Frafimi? Wo geht’s hin? 

Mocki: Erst Mal ist das Video relativ wichtig. Weil wir ein full length am Machen sind. Deswegen gibt’s da ja so mehr oder weniger einen Trailer, der eigentlich auch kein richtiger Trailer ist. Aber irgendwie... ja dann doch. So ne kleine Vorankündigung für des volle Video und das erst mal so jedenfalls bei mir so das Hauptaugenmerk oder was mir Kopfschmerzen bereitet, wo ich vielleicht auch ein bisschen ernst bei der Sache dabei bin. Weil da geht’s ja um Skaten. Und sonst, weiß nicht, viel Geld verdienen. Nee, eigentlich gibt’s kein Plan. Mal gucken.  

P: Wir werden das Ding einfach so weiterfahren, keinen Fick geben, machen worauf man Bock hat und wenn irgendwann nochmal so paar Euros dabei überhängen bleiben, dann mieten wir uns den 25. Stock von irgendeinem Hochhaus hier in Frankfurt und bauen da unser fettes Headquarter auf.  

M: Neee, dann gibt’s nur eine dicke Party. So viel Geld zu machen, dass man eine fette Party schmeißen kann und dann und dann mal gucken, dann is alles weg und man muss wieder muss wieder ein normales Leben führen.  Live or Die. Das ist mein Motto.

You only die once.  

M: Ja genau. Je nachdem wie spirituell wir weiterkommen, gibt’s dann vielleicht auch noch tiefere Ebenen zu durchforsten.

 

 

                 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Man fühlt sich voll durchgebumst. Aber irgendwie auch geil."

Wann ist es losgegangen?  

M: So vor ’nem Jahr ungefähr kann man sagen.

Also noch relativ frisch alles?  

M: Joa, kommt mir schon Ewigkeiten vor....Ohne Frafimi kann ich gar nicht mehr denken?

Für Außenstehende: was bedeutet Frafimi? Oder Frafimi Gallucci?  

M: Frankfurt fickt mich ausm Gallus. Daher kommt Gallucci. Hört sich nur schöner an.  

Was produziert ihr denn jetzt eigentlich alles? 

Mocki: Angefangen hat’s mit Kappen. Da gab’s drei Modelle. Die Klapp-Cap, die Mütze, die du klappen kannst. Ein Visor und diese Headnut-Cap. Da ist so ’ne Capi ohne Schirm. Eine Hafenarbeiter-Mütze die so Altrocker tragen. So ein bisschen Banane-Kappen halt. Aber wie das so ist, umso länger man sie trägt, umso besser sehen se aus und dann hat der Philipp T-Shirts und Sticker gemacht. Und jetzt kommen bald noch mal ein paar T-Shirts und dann mal gucken.  

P: Außerdem möchte ich hinzufügen: Ich bin mir nicht sicher, ich hab nicht recherchiert, aber ich glaube, wir sind die einzige Skateboard-Crew, die mittlerweile einen akademischen Titel hat.

M: Ja, wir sind schlau. Sophisticated.

P: Ich hab Kommunikations-Design studiert und meine Bachelor-Arbeit dem ganzen Frafimi-Lifestyle gewidmet.  

M: Um’s kurz zu machen: Es gibt ein Frafimi-Buch.

Und in diesem Buch hast du quasi die Designrichtlinien für Frafimi festgelegt?  

P: Ne gar nicht mal – also primär hab ich mich eigentlich mein ganzes Studium lang mit Fotografie beschäftigt und die offizielle Bearbeitungszeit für dieses Bachelor-Ding war drei Monate. Ich hab halt einfach drei Monate lang irgendwie zu jeder Tages- und Nachtzeit unseren Lifestyle fotografiert. Wenn wir auf Trips waren oder wenn wir einfach hier in Frankfurt nachts unterwegs waren. Jetzt nicht primär Skate-Action-Fotos sondern eher diese ganze Lifestyle-Schiene. Also wann immer sich jemand einen reingesoffen hat oder wir unterwegs waren war ich der Typ, der jedem in die Fresse geblitzt hat und hab dann diese ganzen analogen Fotos zu einem Buch zusammengepackt und das Ganze als meine Bachelor-Endarbeit der Uni vorgelegt. Und die fanden das geil.

Bist du auch für die Designs zuständig?

P: Ja primär schon. Also ich mein dieses ganzes Ding setzt sich ja aus mehreren von uns zusammen. Der Mockie hat natürlich den Film-Part. Dann gibt’s halt auch noch den Jojo, der der Fotos schießt so.  

M: Mehr so die Action-Fotos.  

P: Und was jetzt Designs anging: Logo und das erste Shirt und so, da hab ich mich Fall ausgetobt. Das ist halt das Schöne. Das ist so ein Kollektiv-Gedanke. So ein bisschen spiegelt das auch dieses ganze Instagram-Ding wider. Wir haben ja von vornherein den Account  an 20 Leute gegeben. Jeder hat da Zugang und es gibt keine Richtlinien. Die einzige Regel, die wir aufgestellt haben, war: jeder kann tun und lassen was er will.

Ich hab schon gehört, dass ihr selber gar nicht mehr wisst, wer alles Zugang hat zum Account.  

P: Ja, die Kontrolle ist ein bisschen flöten gegangen. Aber im Prinzip ist alles gut.  

Es gibt also keine Richtlinien, wie Frafimi definiert ist, wenn beim Instagram-Account eh jeder raushauen kann, wie er will.  

M: Jaaa, also bisher ist noch nichts passiert, was uns irgendwie...  

P: …den Jugendschutz ans Bein gebunden hätte.  

M: Oh, ja unser CEO hat noch nie Einwände geäußert.

Manche Marken sind ja sehr auf Brandbuilding und so was bedacht aber das ist euch egal? Da kann jeder einfach reinhauen und in jede Richtung gehen?

M: Ja erst mal schon, ich denk das macht’s aus.

Wenn ich mir jetzt Instagram die Sachen anschaue, ist das ein bisschen Trash mit bisschen Highclass kombiniert und dann noch ein paar Bikini-Mädels rein. Was ist den Frafimi eigentlich vom Style her?  

M: So ein paar horny Boys aus Frankfurt, die gerne über ihren Insta-Account Bilder und sowas rausbringen und natürlich auch weitreichenden Kontakt zu allen möglichen Frauen finden wollen!

Und klappt das?

M: Neee.   P: Ich glaub viel mehr geht’s einfach darum, dass sich jeder von uns sich selbst und das ganze Ding nicht zu ernst nimmt. Ich glaub, das machts halt irgendwie auch spaßig  und interessant für Außenstehende.

M: Also so hat’s sich eigentlich bisher auch gehalten. Und wenn das jetzt jemand genau so oder so haben möchte, dann müsste das halt die Person alleine machen damit er halt volle Handhabe da drüber hat. Aber das hat sich ja so entwickelt, dass wir zusammen Spaß machen und das führt dann dazu, dass man besseren Output hat.

Und ist es eher Hobby als, dass ihr sagt: wir wollen da ein Brand draus machen? 

M: Ja, des Geld gibt’s leider noch nicht so viel. Also da hab ich jetzt keine große Erwartungen, dass ich damit meinen Lebensunterhalt bestreite.  

P: Naja, oder halt direkt das ganze Game übernehmen. Wir haben so zwei Zukunftsvisionen: Entweder wir beuten das Ding kapitalistisch vollkommen aus und gehen nach einem Jahr an die Börse und verheizen alles bis es irgendwann bei H&M drinnen ist. Oder wir gehen in die humanistische Schiene, bilden eine Religion draus und verdienen keinen Cent aber haben Glauben.

Interessante Modelle. 

M: Spiritualität oder Money. Das sind die zwei Wege.

Vielleicht solltet ihr das kombinieren. Scientology-mäßig, Berrics so in die Richtung.

M: Wir finden bestimmt ein paar Anhänger, ein paar Knechte, die das dann auch so befürworten. Kann man bestimmt Geld machen mit.

A propos Geld. Der Martin vom Bonkers meinte, ihr hab das eigentlich nur so richtig gegründet, damit ihr den Bonkers Rechnungen schreiben könnt.

M: Ja, das wollt ich einmal in meinem Leben machen. Hat aber lange gedauert, bis ich die Kohle bekommen hab. Das nächste Mal klau ich ihm das Geld direkt aus der Kasse.

P: Es ist auch schick, wenn man selbstständiger Unternehmer ist, weil man hat eine Steuernummer.

Das ist ja hier echt ein Meeting von Unternehmern. Ich hab auch ne Steuernummer.  

P: Nice. Willkommen im Club Stefan.  

M: Ich hab die erst diesen oder letzten Monat bekommen. Woah... die wollten bei mir schon Hausdurchsuchung machen, um das Unternehmen anzugucken, als ich es angemeldet hab.

Direkt Steuerprüfung...  

M: Dann hab ich denen gesagt, ich verkauf 30 Kappen, dann waren sie ruhig.

Aber in Frankfurt ist Frafimi schon gut verbreitet oder?

M: Ja, denk schon. Es kam schon ein paar Mal vor, dass Leute mich angesprochen haben, die ich gar nicht kannte. Des war dann schon sehr verwunderlich. Aber man bewegt sich ja immer in seinen eigenen Kreisen und da ist es halt auch verbreitet weil sich alle kennen. Aber ja, mittlerweile finden’s alle geil.  

P: Langsam trägt der Schwachsinn Früchte... Ich glaub die Non-Skate-Fraktion checkt’s manchmal noch nicht so ganz, weil wir dann auch hier und da gefragt wurden, was wir eigentlich machen und die meisten gehen davon aus, es handelt sich um italienische Designer-Handtaschen. Wegen dem Namen glaub ich. Aber auf jeden Fall gibt’s auch eine aufblühende Non-Skate-Szene, die uns auf’m Schirm hat.

M: Ich glaub auf Instagram ist die None-Skate-Szene fast größer, wenn ich mir die Likes angucke.  

P: Stichwort Kunst-Uschis.

M: Für Skate-Clips kriegt man nicht so viele Likes wie irgendein in Szene gesetztes Schwarz-Weiß-Foto. Aber wenn das die Kunst-Uschis liken find ich das klasse.  

Das heißt ihr expandiert auch aus der Skate-Szene raus?  

P: Ja, von Anfang an. Ist ja kein Geld zu machen.  

M: Wir müssen uns auch auf unsere Spiritualität zurückbeziehen,  aber das ist ein langer Findungsweg.

Und territorial habt ihr das auch schon auf andere Städte ausgeweitet? 

M: Ja, der Jojo ist unser Außenkorrespondent. Der hat in Karlsruhe, Stuttgart und Berlin gut Werbung mit den Jungs gemacht. In Dresden haben wir noch ein Chapter. Frafimi und Eierschecke.

P: Als Europa-Stadt und Weltmetropole kommen ja vieeele auch nach Frankfurt. Sobald jemand hier ist und einen Tag lang diesen Frafimi-Lifestyle kostet, ist er meist komplett infiziert.  

Was ist der Frafimi-Lifestyle?

  M: So richtig durchgefickt zu werden. [lacht] Man fühlt sich voll durchgebumst. Aber irgendwie auch geil.  

P: So ein bisschen wie Frankfurt, Kontraste, die aufeinander treffen. Auf der einen Ecke ziemlich geil und ziemlich edel und schick und Business und im nächsten Moment biste nur noch umzingelt von Crack-Scheiße und dreckigem Asphalt.

Seid ihr dann vor Ort auch in Shops oder muss man das direkt beim Chapter kaufen?  

M: Eher so ein Unter-der-Hand-Geschäft. Und wenn man unterwegs ist, dann bringt man mal ein paar Kappen mit oder sowas. Verteilt die an die Homies und dann kann’s mal sein, wenn da mal jemand das gesehen hat, der dann irgendwie wieder Kollege von dem ist oder Bekannter, dass der dann auf einen zurückkommt und dann musst ich auch schon ein paar Kappen verschicken. Hab ich so ein richtiges Lager aufgebaut und schon das ein oder andere dicke Pakete abgeschickt. Hab ich mich ganz schön unternehmer-mäßig gefühlt. 

P: Wir sind auf jeden Fall auch dran, unsere Website auszubauen und dann gibt’s n ganz komfortablen Web-Shop. Der ist dann 24/7 offen und dann bestellt man was und das dauert gerade mal fünf bis sieben Wochen bis die Bestellung endlich bei dir zu Hause ankommt.

Ihr könntet eigentlich auch in die Supreme-Richtung gehen. So Drops machen, die innerhalb von zwei Sekunden ausverkauft sind oder einen eigenen „Frafimi-Store“.  

M: Ja, aber wir kaufen die Sachen dann selber aus, damit es noch härter gefeiert wird.  

Was ist die Zukunft von Frafimi? Wo geht’s hin? 

Mocki: Erst Mal ist das Video relativ wichtig. Weil wir ein Full Length am Machen sind. Deswegen gibt’s da ja so mehr oder weniger einen Trailer, der eigentlich auch kein richtiger Trailer ist. Aber irgendwie... ja dann doch. So ne kleine Vorankündigung für des volle Video und das erst mal so jedenfalls bei mir so das Hauptaugenmerk oder was mir Kopfschmerzen bereitet, wo ich vielleicht auch ein bisschen ernst bei der Sache dabei bin. Weil da geht’s ja um Skaten. Und sonst, weiß nicht, viel Geld verdienen.  

P: Wir werden das Ding einfach so weiterfahren, keinen Fick geben, machen worauf man Bock hat und wenn irgendwann nochmal so paar Euros dabei überhängen bleiben, dann mieten wir uns den 25. Stock von irgendeinem Hochhaus hier in Frankfurt und bauen da unser fettes Headquarter auf.  

M: Neee, dann gibt’s nur eine dicke Party. So viel Geld zu machen, dass man eine fette Party schmeißen kann und dann mal gucken, dann is alles weg und man muss wieder ein normales Leben führen.  Live or Die. Das ist mein Motto.

You only die once.  

M: Ja genau. Je nachdem wie spirituell wir weiterkommen, gibt’s dann vielleicht auch noch tiefere Ebenen zu durchforsten.

Was produziert ihr denn jetzt eigentlich alles? 

Mocki: Angefangen hat’s mit Kappen. Da gab’s drei Modelle. Die Klapp-Cap, die Mütze, die du klappen kannst. Ein Visor und diese Headnut-Cap. Da ist so ’ne Capi ohne Schirm. Eine Hafenarbeiter-Mütze die so Altrocker tragen. So ein bisschen Banane-Kappen halt. Aber wie das so ist, umso länger man sie trägt, umso besser sehen se aus und dann hat der Philipp T-Shirts und Sticker gemacht. Und jetzt kommen bald noch mal ein paar T-Shirts und dann mal gucken.  

P: Außerdem möchte ich hinzufügen: Ich bin mir nicht sicher, ich hab nicht recherchiert, aber ich glaube, wir sind die einzige Skateboard-Crew, die mittlerweile einen akademischen Titel hat.

M: Ja, wir sind schlau. Sophisticated.

P: Ich hab Kommunikations-Design studiert und meine Bachelor-Arbeit dem ganzen Frafimi-Lifestyle gewidmet.  

M: Um’s kurz zu machen: Es gibt ein Frafimi-Buch.

Und in diesem Buch hast du quasi die Designrichtlinien für Frafimi festgelegt?  

P: Ne gar nicht mal – also primär hab ich mich eigentlich mein ganzes Studium lang mit Fotografie beschäftigt und die offizielle Bearbeitungszeit für dieses Bachelor-Ding war drei Monate. Ich hab halt einfach drei Monate lang irgendwie zu jeder Tages- und Nachtzeit unseren Lifestyle fotografiert. Wenn wir auf Trips waren oder wenn wir einfach hier in Frankfurt nachts unterwegs waren. Jetzt nicht primär Skate-Action-Fotos sondern eher diese ganze Lifestyle-Schiene. Also wann immer sich jemand einen reingesoffen hat oder wir unterwegs waren war ich der Typ, der jedem in die Fresse geblitzt hat und hab dann diese ganzen analogen Fotos zu einem Buch zusammengepackt und das Ganze als meine Bachelor-Endarbeit der Uni vorgelegt. Und die fanden das geil.

Bist du auch für die Designs zuständig?

P: Ja primär schon. Also ich mein dieses ganzes Ding setzt sich ja aus mehreren von uns zusammen. Der Mockie hat natürlich den Film-Part. Dann gibt’s halt auch noch den Jojo, der der Fotos schießt so.  

M: Mehr so die Action-Fotos.  

P: Und was jetzt Designs anging: Logo und das erste Shirt und so, da hab ich mich Fall ausgetobt. Das ist halt das Schöne. Das ist so ein Kollektiv-Gedanke. So ein bisschen spiegelt das auch dieses ganze Instagram-Ding wider. Wir haben ja von vornherein den Account  an 20 Leute gegeben. Jeder hat da Zugang und es gibt keine Richtlinien. Die einzige Regel, die wir aufgestellt haben, war: jeder kann tun und lassen was er will.

Ich hab schon gehört, dass ihr selber gar nicht mehr wisst, wer alles Zugang hat zum Account.  

P: Ja, die Kontrolle ist ein bisschen flöten gegangen. Aber im Prinzip ist alles gut.  

Es gibt also keine Richtlinien, wie Frafimi definiert ist, wenn beim Instagram-Account eh jeder raushauen kann, wie er will.  

M: Jaaa, also bisher ist noch nichts passiert, was uns irgendwie...  

P: …den Jugendschutz ans Bein gebunden hätte.  

M: Oh, ja unser CEO hat noch nie Einwände geäußert.

Manche Marken sind ja sehr auf Brandbuilding und so was bedacht aber das ist euch egal? Da kann jeder einfach reinhauen und in jede Richtung gehen?

M: Ja erst mal schon, ich denk das macht’s aus.

Wenn ich mir jetzt Instagram die Sachen anschaue, ist das ein bisschen Trash mit bisschen Highclass kombiniert und dann noch ein paar Bikini-Mädels rein. Was ist den Frafimi eigentlich vom Style her?  

M: So ein paar horny Boys aus Frankfurt, die gerne über ihren Insta-Account Bilder und sowas rausbringen und natürlich auch weitreichenden Kontakt zu allen möglichen Frauen finden wollen!

Und klappt das?

M: Neee.   P: Ich glaub viel mehr geht’s einfach darum, dass sich jeder von uns sich selbst und das ganze Ding nicht zu ernst nimmt. Ich glaub, das machts halt irgendwie auch spaßig  und interessant für Außenstehende.

M: Also so hat’s sich eigentlich bisher auch gehalten. Und wenn das jetzt jemand genau so oder so haben möchte, dann müsste das halt die Person alleine machen damit er halt volle Handhabe da drüber hat. Aber das hat sich ja so entwickelt, dass wir zusammen Spaß machen und das führt dann dazu, dass man besseren Output hat.

Und ist es eher Hobby als, dass ihr sagt: wir wollen da ein Brand draus machen? 

M: Ja, des Geld gibt’s leider noch nicht so viel. Also da hab ich jetzt keine große Erwartungen, dass ich damit meinen Lebensunterhalt bestreite.  

P: Naja, oder halt direkt das ganze Game übernehmen. Wir haben so zwei Zukunftsvisionen: Entweder wir beuten das Ding kapitalistisch vollkommen aus und gehen nach einem Jahr an die Börse und verheizen alles bis es irgendwann bei H&M drinnen ist. Oder wir gehen in die humanistische Schiene, bilden eine Religion draus und verdienen keinen Cent aber haben Glauben.

Interessante Modelle. 

M: Spiritualität oder Money. Das sind die zwei Wege.

Vielleicht solltet ihr das kombinieren. Scientology-mäßig, Berrics so in die Richtung.

M: Wir finden bestimmt ein paar Anhänger, ein paar Knechte, die das dann auch so befürworten. Kann man bestimmt Geld machen mit.

A propos Geld. Der Martin vom Bonkers meinte, ihr hab das eigentlich nur so richtig gegründet, damit ihr den Bonkers Rechnungen schreiben könnt.

M: Ja, das wollt ich einmal in meinem Leben machen. Hat aber lange gedauert, bis ich die Kohle bekommen hab. Das nächste Mal klau ich ihm das Geld direkt aus der Kasse.

P: Es ist auch schick, wenn man selbstständiger Unternehmer ist, weil man hat eine Steuernummer.

Das ist ja hier echt ein Meeting von Unternehmern. Ich hab auch ne Steuernummer.  

P: Nice. Willkommen im Club Stefan.  

M: Ich hab die erst diesen oder letzten Monat bekommen. Woah... die wollten bei mir schon Hausdurchsuchung machen, um das Unternehmen anzugucken, als ich es angemeldet hab.

Direkt Steuerprüfung...  

M: Dann hab ich denen gesagt, ich verkauf 30 Kappen, dann waren sie ruhig.

Aber in Frankfurt ist Frafimi schon gut verbreitet oder?

M: Ja, denk schon. Es kam schon ein paar Mal vor, dass Leute mich angesprochen haben, die ich gar nicht kannte. Des war dann schon sehr verwunderlich. Aber man bewegt sich ja immer in seinen eigenen Kreisen und da ist es halt auch verbreitet weil sich alle kennen. Aber ja, mittlerweile finden’s alle geil.  

P: Langsam trägt der Schwachsinn Früchte... Ich glaub die Non-Skate-Fraktion checkt’s manchmal noch nicht so ganz, weil wir dann auch hier und da gefragt wurden, was wir eigentlich machen und die meisten gehen davon aus, es handelt sich um italienische Designer-Handtaschen. Wegen dem Namen glaub ich. Aber auf jeden Fall gibt’s auch eine aufblühende Non-Skate-Szene, die uns auf’m Schirm hat.

M: Ich glaub auf Instagram ist die None-Skate-Szene fast größer, wenn ich mir die Likes angucke.  

P: Stichwort Kunst-Uschis.

M: Für Skate-Clips kriegt man nicht so viele Likes wie irgendein in Szene gesetztes Schwarz-Weiß-Foto. Aber wenn das die Kunst-Uschis liken find ich das klasse.  

Das heißt ihr expandiert auch aus der Skate-Szene raus?  

P: Ja, von Anfang an. Ist ja kein Geld zu machen.  

M: Wir müssen uns auch auf unsere Spiritualität zurückbeziehen,  aber das ist ein langer Findungsweg.

Und territorial habt ihr das auch schon auf andere Städte ausgeweitet? 

M: Ja, der Jojo ist unser Außenkorrespondent. Der hat in Karlsruhe, Stuttgart und Berlin gut Werbung mit den Jungs gemacht. In Dresden haben wir noch ein Chapter. Frafimi und Eierschecke.

P: Als Europa-Stadt und Weltmetropole kommen ja vieeele auch nach Frankfurt. Sobald jemand hier ist und einen Tag lang diesen Frafimi-Lifestyle kostet, ist er meist komplett infiziert.  

Was ist der Frafimi-Lifestyle?

  M: So richtig durchgefickt zu werden. [lacht] Man fühlt sich voll durchgebumst. Aber irgendwie auch geil.  

P: So ein bisschen wie Frankfurt, Kontraste, die aufeinander treffen. Auf der einen Ecke ziemlich geil und ziemlich edel und schick und Business und im nächsten Moment biste nur noch umzingelt von Crack-Scheiße und dreckigem Asphalt.

Seid ihr dann vor Ort auch in Shops oder muss man das direkt beim Chapter kaufen?  

M: Eher so ein Unter-der-Hand-Geschäft. Und wenn man unterwegs ist, dann bringt man mal ein paar Kappen mit oder sowas. Verteilt die an die Homies und dann kann’s mal sein, wenn da mal jemand das gesehen hat, der dann irgendwie wieder Kollege von dem ist oder Bekannter, dass der dann auf einen zurückkommt und dann musst ich auch schon ein paar Kappen verschicken. Hab ich so ein richtiges Lager aufgebaut und schon das ein oder andere dicke Pakete abgeschickt. Hab ich mich ganz schön unternehmer-mäßig gefühlt. 

P: Wir sind auf jeden Fall auch dran, unsere Website auszubauen und dann gibt’s n ganz komfortablen Web-Shop. Der ist dann 24/7 offen und dann bestellt man was und das dauert gerade mal fünf bis sieben Wochen bis die Bestellung endlich bei dir zu Hause ankommt.

Ihr könntet eigentlich auch in die Supreme-Richtung gehen. So Drops machen, die innerhalb von zwei Sekunden ausverkauft sind oder einen eigenen „Frafimi-Store“.  

M: Ja, aber wir kaufen die Sachen dann selber aus, damit es noch härter gefeiert wird.  

Was ist die Zukunft von Frafimi? Wo geht’s hin? 

Mocki: Erst Mal ist das Video relativ wichtig. Weil wir ein Full Length am Machen sind. Deswegen gibt’s da ja so mehr oder weniger einen Trailer, der eigentlich auch kein richtiger Trailer ist. Aber irgendwie... ja dann doch. So ne kleine Vorankündigung für des volle Video und das erst mal so jedenfalls bei mir so das Hauptaugenmerk oder was mir Kopfschmerzen bereitet, wo ich vielleicht auch ein bisschen ernst bei der Sache dabei bin. Weil da geht’s ja um Skaten. Und sonst, weiß nicht, viel Geld verdienen.  

P: Wir werden das Ding einfach so weiterfahren, keinen Fick geben, machen worauf man Bock hat und wenn irgendwann nochmal so paar Euros dabei überhängen bleiben, dann mieten wir uns den 25. Stock von irgendeinem Hochhaus hier in Frankfurt und bauen da unser fettes Headquarter auf.  

M: Neee, dann gibt’s nur eine dicke Party. So viel Geld zu machen, dass man eine fette Party schmeißen kann und dann mal gucken, dann is alles weg und man muss wieder ein normales Leben führen.  Live or Die. Das ist mein Motto.

You only die once.  

M: Ja genau. Je nachdem wie spirituell wir weiterkommen, gibt’s dann vielleicht auch noch tiefere Ebenen zu durchforsten.

Bist du auch für die Designs zuständig?

P: Ja primär schon. Also ich mein dieses ganzes Ding setzt sich ja aus mehreren von uns zusammen. Der Mockie hat natürlich den Film-Part. Dann gibt’s halt auch noch den Jojo, der der Fotos schießt so.  

M: Mehr so die Action-Fotos.  

P: Und was jetzt Designs anging: Logo und das erste Shirt und so, da hab ich mich Fall ausgetobt. Das ist halt das Schöne. Das ist so ein Kollektiv-Gedanke. So ein bisschen spiegelt das auch dieses ganze Instagram-Ding wider. Wir haben ja von vornherein den Account  an 20 Leute gegeben. Jeder hat da Zugang und es gibt keine Richtlinien. Die einzige Regel, die wir aufgestellt haben, war: jeder kann tun und lassen was er will.

Ich hab schon gehört, dass ihr selber gar nicht mehr wisst, wer alles Zugang hat zum Account.  

P: Ja, die Kontrolle ist ein bisschen flöten gegangen. Aber im Prinzip ist alles gut.  

Es gibt also keine Richtlinien, wie Frafimi definiert ist, wenn beim Instagram-Account eh jeder raushauen kann, wie er will.  

M: Jaaa, also bisher ist noch nichts passiert, was uns irgendwie...  

P: …den Jugendschutz ans Bein gebunden hätte.  

M: Oh, ja unser CEO hat noch nie Einwände geäußert.

Manche Marken sind ja sehr auf Brandbuilding und so was bedacht aber das ist euch egal? Da kann jeder einfach reinhauen und in jede Richtung gehen?

M: Ja erst mal schon, ich denk das macht’s aus.

Wenn ich mir jetzt Instagram die Sachen anschaue, ist das ein bisschen Trash mit bisschen Highclass kombiniert und dann noch ein paar Bikini-Mädels rein. Was ist den Frafimi eigentlich vom Style her?  

M: So ein paar horny Boys aus Frankfurt, die gerne über ihren Insta-Account Bilder und sowas rausbringen und natürlich auch weitreichenden Kontakt zu allen möglichen Frauen finden wollen!

Und klappt das?

M: Neee.   P: Ich glaub viel mehr geht’s einfach darum, dass sich jeder von uns sich selbst und das ganze Ding nicht zu ernst nimmt. Ich glaub, das machts halt irgendwie auch spaßig  und interessant für Außenstehende.

M: Also so hat’s sich eigentlich bisher auch gehalten. Und wenn das jetzt jemand genau so oder so haben möchte, dann müsste das halt die Person alleine machen damit er halt volle Handhabe da drüber hat. Aber das hat sich ja so entwickelt, dass wir zusammen Spaß machen und das führt dann dazu, dass man besseren Output hat.

Und ist es eher Hobby als, dass ihr sagt: wir wollen da ein Brand draus machen? 

M: Ja, des Geld gibt’s leider noch nicht so viel. Also da hab ich jetzt keine große Erwartungen, dass ich damit meinen Lebensunterhalt bestreite.  

P: Naja, oder halt direkt das ganze Game übernehmen. Wir haben so zwei Zukunftsvisionen: Entweder wir beuten das Ding kapitalistisch vollkommen aus und gehen nach einem Jahr an die Börse und verheizen alles bis es irgendwann bei H&M drinnen ist. Oder wir gehen in die humanistische Schiene, bilden eine Religion draus und verdienen keinen Cent aber haben Glauben.

Interessante Modelle. 

M: Spiritualität oder Money. Das sind die zwei Wege.

Vielleicht solltet ihr das kombinieren. Scientology-mäßig, Berrics so in die Richtung.

M: Wir finden bestimmt ein paar Anhänger, ein paar Knechte, die das dann auch so befürworten. Kann man bestimmt Geld machen mit.

A propos Geld. Der Martin vom Bonkers meinte, ihr hab das eigentlich nur so richtig gegründet, damit ihr den Bonkers Rechnungen schreiben könnt.

M: Ja, das wollt ich einmal in meinem Leben machen. Hat aber lange gedauert, bis ich die Kohle bekommen hab. Das nächste Mal klau ich ihm das Geld direkt aus der Kasse.

P: Es ist auch schick, wenn man selbstständiger Unternehmer ist, weil man hat eine Steuernummer.

Das ist ja hier echt ein Meeting von Unternehmern. Ich hab auch ne Steuernummer.  

P: Nice. Willkommen im Club Stefan.  

M: Ich hab die erst diesen oder letzten Monat bekommen. Woah... die wollten bei mir schon Hausdurchsuchung machen, um das Unternehmen anzugucken, als ich es angemeldet hab.

Direkt Steuerprüfung...  

M: Dann hab ich denen gesagt, ich verkauf 30 Kappen, dann waren sie ruhig.

Aber in Frankfurt ist Frafimi schon gut verbreitet oder?

M: Ja, denk schon. Es kam schon ein paar Mal vor, dass Leute mich angesprochen haben, die ich gar nicht kannte. Des war dann schon sehr verwunderlich. Aber man bewegt sich ja immer in seinen eigenen Kreisen und da ist es halt auch verbreitet weil sich alle kennen. Aber ja, mittlerweile finden’s alle geil.  

P: Langsam trägt der Schwachsinn Früchte... Ich glaub die Non-Skate-Fraktion checkt’s manchmal noch nicht so ganz, weil wir dann auch hier und da gefragt wurden, was wir eigentlich machen und die meisten gehen davon aus, es handelt sich um italienische Designer-Handtaschen. Wegen dem Namen glaub ich. Aber auf jeden Fall gibt’s auch eine aufblühende Non-Skate-Szene, die uns auf’m Schirm hat.

M: Ich glaub auf Instagram ist die None-Skate-Szene fast größer, wenn ich mir die Likes angucke.  

P: Stichwort Kunst-Uschis.

M: Für Skate-Clips kriegt man nicht so viele Likes wie irgendein in Szene gesetztes Schwarz-Weiß-Foto. Aber wenn das die Kunst-Uschis liken find ich das klasse.  

Das heißt ihr expandiert auch aus der Skate-Szene raus?  

P: Ja, von Anfang an. Ist ja kein Geld zu machen.  

M: Wir müssen uns auch auf unsere Spiritualität zurückbeziehen,  aber das ist ein langer Findungsweg.

Und territorial habt ihr das auch schon auf andere Städte ausgeweitet? 

M: Ja, der Jojo ist unser Außenkorrespondent. Der hat in Karlsruhe, Stuttgart und Berlin gut Werbung mit den Jungs gemacht. In Dresden haben wir noch ein Chapter. Frafimi und Eierschecke.

P: Als Europa-Stadt und Weltmetropole kommen ja vieeele auch nach Frankfurt. Sobald jemand hier ist und einen Tag lang diesen Frafimi-Lifestyle kostet, ist er meist komplett infiziert.  

Was ist der Frafimi-Lifestyle?

  M: So richtig durchgefickt zu werden. [lacht] Man fühlt sich voll durchgebumst. Aber irgendwie auch geil.  

P: So ein bisschen wie Frankfurt, Kontraste, die aufeinander treffen. Auf der einen Ecke ziemlich geil und ziemlich edel und schick und Business und im nächsten Moment biste nur noch umzingelt von Crack-Scheiße und dreckigem Asphalt.

Seid ihr dann vor Ort auch in Shops oder muss man das direkt beim Chapter kaufen?  

M: Eher so ein Unter-der-Hand-Geschäft. Und wenn man unterwegs ist, dann bringt man mal ein paar Kappen mit oder sowas. Verteilt die an die Homies und dann kann’s mal sein, wenn da mal jemand das gesehen hat, der dann irgendwie wieder Kollege von dem ist oder Bekannter, dass der dann auf einen zurückkommt und dann musst ich auch schon ein paar Kappen verschicken. Hab ich so ein richtiges Lager aufgebaut und schon das ein oder andere dicke Pakete abgeschickt. Hab ich mich ganz schön unternehmer-mäßig gefühlt. 

P: Wir sind auf jeden Fall auch dran, unsere Website auszubauen und dann gibt’s n ganz komfortablen Web-Shop. Der ist dann 24/7 offen und dann bestellt man was und das dauert gerade mal fünf bis sieben Wochen bis die Bestellung endlich bei dir zu Hause ankommt.

Ihr könntet eigentlich auch in die Supreme-Richtung gehen. So Drops machen, die innerhalb von zwei Sekunden ausverkauft sind oder einen eigenen „Frafimi-Store“.  

M: Ja, aber wir kaufen die Sachen dann selber aus, damit es noch härter gefeiert wird.  

Was ist die Zukunft von Frafimi? Wo geht’s hin? 

Mocki: Erst Mal ist das Video relativ wichtig. Weil wir ein Full Length am Machen sind. Deswegen gibt’s da ja so mehr oder weniger einen Trailer, der eigentlich auch kein richtiger Trailer ist. Aber irgendwie... ja dann doch. So ne kleine Vorankündigung für des volle Video und das erst mal so jedenfalls bei mir so das Hauptaugenmerk oder was mir Kopfschmerzen bereitet, wo ich vielleicht auch ein bisschen ernst bei der Sache dabei bin. Weil da geht’s ja um Skaten. Und sonst, weiß nicht, viel Geld verdienen.  

P: Wir werden das Ding einfach so weiterfahren, keinen Fick geben, machen worauf man Bock hat und wenn irgendwann nochmal so paar Euros dabei überhängen bleiben, dann mieten wir uns den 25. Stock von irgendeinem Hochhaus hier in Frankfurt und bauen da unser fettes Headquarter auf.  

M: Neee, dann gibt’s nur eine dicke Party. So viel Geld zu machen, dass man eine fette Party schmeißen kann und dann mal gucken, dann is alles weg und man muss wieder ein normales Leben führen.  Live or Die. Das ist mein Motto.

You only die once.  

M: Ja genau. Je nachdem wie spirituell wir weiterkommen, gibt’s dann vielleicht auch noch tiefere Ebenen zu durchforsten.

Es gibt also keine Richtlinien, wie Frafimi definiert ist, wenn beim Instagram-Account eh jeder raushauen kann, wie er will.  

M: Jaaa, also bisher ist noch nichts passiert, was uns irgendwie...  

P: …den Jugendschutz ans Bein gebunden hätte.  

M: Oh, ja unser CEO hat noch nie Einwände geäußert.

Manche Marken sind ja sehr auf Brandbuilding und so was bedacht aber das ist euch egal? Da kann jeder einfach reinhauen und in jede Richtung gehen?

M: Ja erst mal schon, ich denk das macht’s aus.

Wenn ich mir jetzt Instagram die Sachen anschaue, ist das ein bisschen Trash mit bisschen Highclass kombiniert und dann noch ein paar Bikini-Mädels rein. Was ist den Frafimi eigentlich vom Style her?  

M: So ein paar horny Boys aus Frankfurt, die gerne über ihren Insta-Account Bilder und sowas rausbringen und natürlich auch weitreichenden Kontakt zu allen möglichen Frauen finden wollen!

Und klappt das?

M: Neee.   P: Ich glaub viel mehr geht’s einfach darum, dass sich jeder von uns sich selbst und das ganze Ding nicht zu ernst nimmt. Ich glaub, das machts halt irgendwie auch spaßig  und interessant für Außenstehende.

M: Also so hat’s sich eigentlich bisher auch gehalten. Und wenn das jetzt jemand genau so oder so haben möchte, dann müsste das halt die Person alleine machen damit er halt volle Handhabe da drüber hat. Aber das hat sich ja so entwickelt, dass wir zusammen Spaß machen und das führt dann dazu, dass man besseren Output hat.

Und ist es eher Hobby als, dass ihr sagt: wir wollen da ein Brand draus machen? 

M: Ja, des Geld gibt’s leider noch nicht so viel. Also da hab ich jetzt keine große Erwartungen, dass ich damit meinen Lebensunterhalt bestreite.  

P: Naja, oder halt direkt das ganze Game übernehmen. Wir haben so zwei Zukunftsvisionen: Entweder wir beuten das Ding kapitalistisch vollkommen aus und gehen nach einem Jahr an die Börse und verheizen alles bis es irgendwann bei H&M drinnen ist. Oder wir gehen in die humanistische Schiene, bilden eine Religion draus und verdienen keinen Cent aber haben Glauben.

Interessante Modelle. 

M: Spiritualität oder Money. Das sind die zwei Wege.

Vielleicht solltet ihr das kombinieren. Scientology-mäßig, Berrics so in die Richtung.

M: Wir finden bestimmt ein paar Anhänger, ein paar Knechte, die das dann auch so befürworten. Kann man bestimmt Geld machen mit.

A propos Geld. Der Martin vom Bonkers meinte, ihr hab das eigentlich nur so richtig gegründet, damit ihr den Bonkers Rechnungen schreiben könnt.

M: Ja, das wollt ich einmal in meinem Leben machen. Hat aber lange gedauert, bis ich die Kohle bekommen hab. Das nächste Mal klau ich ihm das Geld direkt aus der Kasse.

P: Es ist auch schick, wenn man selbstständiger Unternehmer ist, weil man hat eine Steuernummer.

Das ist ja hier echt ein Meeting von Unternehmern. Ich hab auch ne Steuernummer.  

P: Nice. Willkommen im Club Stefan.  

M: Ich hab die erst diesen oder letzten Monat bekommen. Woah... die wollten bei mir schon Hausdurchsuchung machen, um das Unternehmen anzugucken, als ich es angemeldet hab.

Direkt Steuerprüfung...  

M: Dann hab ich denen gesagt, ich verkauf 30 Kappen, dann waren sie ruhig.

Aber in Frankfurt ist Frafimi schon gut verbreitet oder?

M: Ja, denk schon. Es kam schon ein paar Mal vor, dass Leute mich angesprochen haben, die ich gar nicht kannte. Des war dann schon sehr verwunderlich. Aber man bewegt sich ja immer in seinen eigenen Kreisen und da ist es halt auch verbreitet weil sich alle kennen. Aber ja, mittlerweile finden’s alle geil.  

P: Langsam trägt der Schwachsinn Früchte... Ich glaub die Non-Skate-Fraktion checkt’s manchmal noch nicht so ganz, weil wir dann auch hier und da gefragt wurden, was wir eigentlich machen und die meisten gehen davon aus, es handelt sich um italienische Designer-Handtaschen. Wegen dem Namen glaub ich. Aber auf jeden Fall gibt’s auch eine aufblühende Non-Skate-Szene, die uns auf’m Schirm hat.

M: Ich glaub auf Instagram ist die None-Skate-Szene fast größer, wenn ich mir die Likes angucke.  

P: Stichwort Kunst-Uschis.

M: Für Skate-Clips kriegt man nicht so viele Likes wie irgendein in Szene gesetztes Schwarz-Weiß-Foto. Aber wenn das die Kunst-Uschis liken find ich das klasse.  

Und klappt das?

M: Neee.   P: Ich glaub viel mehr geht’s einfach darum, dass sich jeder von uns sich selbst und das ganze Ding nicht zu ernst nimmt. Ich glaub, das machts halt irgendwie auch spaßig  und interessant für Außenstehende.

M: Also so hat’s sich eigentlich bisher auch gehalten. Und wenn das jetzt jemand genau so oder so haben möchte, dann müsste das halt die Person alleine machen damit er halt volle Handhabe da drüber hat. Aber das hat sich ja so entwickelt, dass wir zusammen Spaß machen und das führt dann dazu, dass man besseren Output hat.

Und ist es eher Hobby als, dass ihr sagt: wir wollen da ein Brand draus machen? 

M: Ja, des Geld gibt’s leider noch nicht so viel. Also da hab ich jetzt keine große Erwartungen, dass ich damit meinen Lebensunterhalt bestreite.  

P: Naja, oder halt direkt das ganze Game übernehmen. Wir haben so zwei Zukunftsvisionen: Entweder wir beuten das Ding kapitalistisch vollkommen aus und gehen nach einem Jahr an die Börse und verheizen alles bis es irgendwann bei H&M drinnen ist. Oder wir gehen in die humanistische Schiene, bilden eine Religion draus und verdienen keinen Cent aber haben Glauben.

Interessante Modelle. 

M: Spiritualität oder Money. Das sind die zwei Wege.

Vielleicht solltet ihr das kombinieren. Scientology-mäßig, Berrics so in die Richtung.

M: Wir finden bestimmt ein paar Anhänger, ein paar Knechte, die das dann auch so befürworten. Kann man bestimmt Geld machen mit.

A propos Geld. Der Martin vom Bonkers meinte, ihr hab das eigentlich nur so richtig gegründet, damit ihr den Bonkers Rechnungen schreiben könnt.

M: Ja, das wollt ich einmal in meinem Leben machen. Hat aber lange gedauert, bis ich die Kohle bekommen hab. Das nächste Mal klau ich ihm das Geld direkt aus der Kasse.

P: Es ist auch schick, wenn man selbstständiger Unternehmer ist, weil man hat eine Steuernummer.

Das ist ja hier echt ein Meeting von Unternehmern. Ich hab auch ne Steuernummer.  

P: Nice. Willkommen im Club Stefan.  

M: Ich hab die erst diesen oder letzten Monat bekommen. Woah... die wollten bei mir schon Hausdurchsuchung machen, um das Unternehmen anzugucken, als ich es angemeldet hab.

Direkt Steuerprüfung...  

M: Dann hab ich denen gesagt, ich verkauf 30 Kappen, dann waren sie ruhig.

Aber in Frankfurt ist Frafimi schon gut verbreitet oder?

M: Ja, denk schon. Es kam schon ein paar Mal vor, dass Leute mich angesprochen haben, die ich gar nicht kannte. Des war dann schon sehr verwunderlich. Aber man bewegt sich ja immer in seinen eigenen Kreisen und da ist es halt auch verbreitet weil sich alle kennen. Aber ja, mittlerweile finden’s alle geil.  

P: Langsam trägt der Schwachsinn Früchte... Ich glaub die Non-Skate-Fraktion checkt’s manchmal noch nicht so ganz, weil wir dann auch hier und da gefragt wurden, was wir eigentlich machen und die meisten gehen davon aus, es handelt sich um italienische Designer-Handtaschen. Wegen dem Namen glaub ich. Aber auf jeden Fall gibt’s auch eine aufblühende Non-Skate-Szene, die uns auf’m Schirm hat.

M: Ich glaub auf Instagram ist die None-Skate-Szene fast größer, wenn ich mir die Likes angucke.  

P: Stichwort Kunst-Uschis.

M: Für Skate-Clips kriegt man nicht so viele Likes wie irgendein in Szene gesetztes Schwarz-Weiß-Foto. Aber wenn das die Kunst-Uschis liken find ich das klasse.  

A propos Geld. Der Martin vom Bonkers meinte, ihr hab das eigentlich nur so richtig gegründet, damit ihr den Bonkers Rechnungen schreiben könnt.

M: Ja, das wollt ich einmal in meinem Leben machen. Hat aber lange gedauert, bis ich die Kohle bekommen hab. Das nächste Mal klau ich ihm das Geld direkt aus der Kasse.

P: Es ist auch schick, wenn man selbstständiger Unternehmer ist, weil man hat eine Steuernummer.

Das ist ja hier echt ein Meeting von Unternehmern. Ich hab auch ne Steuernummer.  

P: Nice. Willkommen im Club Stefan.  

M: Ich hab die erst diesen oder letzten Monat bekommen. Woah... die wollten bei mir schon Hausdurchsuchung machen, um das Unternehmen anzugucken, als ich es angemeldet hab.

Direkt Steuerprüfung...  

M: Dann hab ich denen gesagt, ich verkauf 30 Kappen, dann waren sie ruhig.

Aber in Frankfurt ist Frafimi schon gut verbreitet oder?

M: Ja, denk schon. Es kam schon ein paar Mal vor, dass Leute mich angesprochen haben, die ich gar nicht kannte. Des war dann schon sehr verwunderlich. Aber man bewegt sich ja immer in seinen eigenen Kreisen und da ist es halt auch verbreitet weil sich alle kennen. Aber ja, mittlerweile finden’s alle geil.  

P: Langsam trägt der Schwachsinn Früchte... Ich glaub die Non-Skate-Fraktion checkt’s manchmal noch nicht so ganz, weil wir dann auch hier und da gefragt wurden, was wir eigentlich machen und die meisten gehen davon aus, es handelt sich um italienische Designer-Handtaschen. Wegen dem Namen glaub ich. Aber auf jeden Fall gibt’s auch eine aufblühende Non-Skate-Szene, die uns auf’m Schirm hat.

M: Ich glaub auf Instagram ist die None-Skate-Szene fast größer, wenn ich mir die Likes angucke.  

P: Stichwort Kunst-Uschis.

M: Für Skate-Clips kriegt man nicht so viele Likes wie irgendein in Szene gesetztes Schwarz-Weiß-Foto. Aber wenn das die Kunst-Uschis liken find ich das klasse.  

Das heißt ihr expandiert auch aus der Skate-Szene raus?  

P: Ja, von Anfang an. Ist ja kein Geld zu machen.  

M: Wir müssen uns auch auf unsere Spiritualität zurückbeziehen,  aber das ist ein langer Findungsweg.

Und territorial habt ihr das auch schon auf andere Städte ausgeweitet? 

M: Ja, der Jojo ist unser Außenkorrespondent. Der hat in Karlsruhe, Stuttgart und Berlin gut Werbung mit den Jungs gemacht. In Dresden haben wir noch ein Chapter. Frafimi und Eierschecke.

P: Als Europa-Stadt und Weltmetropole kommen ja vieeele auch nach Frankfurt. Sobald jemand hier ist und einen Tag lang diesen Frafimi-Lifestyle kostet, ist er meist komplett infiziert.  

Was ist der Frafimi-Lifestyle?

  M: So richtig durchgefickt zu werden. [lacht] Man fühlt sich voll durchgebumst. Aber irgendwie auch geil.  

P: So ein bisschen wie Frankfurt, Kontraste, die aufeinander treffen. Auf der einen Ecke ziemlich geil und ziemlich edel und schick und Business und im nächsten Moment biste nur noch umzingelt von Crack-Scheiße und dreckigem Asphalt.

Seid ihr dann vor Ort auch in Shops oder muss man das direkt beim Chapter kaufen?  

M: Eher so ein Unter-der-Hand-Geschäft. Und wenn man unterwegs ist, dann bringt man mal ein paar Kappen mit oder sowas. Verteilt die an die Homies und dann kann’s mal sein, wenn da mal jemand das gesehen hat, der dann irgendwie wieder Kollege von dem ist oder Bekannter, dass der dann auf einen zurückkommt und dann musst ich auch schon ein paar Kappen verschicken. Hab ich so ein richtiges Lager aufgebaut und schon das ein oder andere dicke Pakete abgeschickt. Hab ich mich ganz schön unternehmer-mäßig gefühlt. 

P: Wir sind auf jeden Fall auch dran, unsere Website auszubauen und dann gibt’s n ganz komfortablen Web-Shop. Der ist dann 24/7 offen und dann bestellt man was und das dauert gerade mal fünf bis sieben Wochen bis die Bestellung endlich bei dir zu Hause ankommt.

Ihr könntet eigentlich auch in die Supreme-Richtung gehen. So Drops machen, die innerhalb von zwei Sekunden ausverkauft sind oder einen eigenen „Frafimi-Store“.  

M: Ja, aber wir kaufen die Sachen dann selber aus, damit es noch härter gefeiert wird.  

Was ist die Zukunft von Frafimi? Wo geht’s hin? 

Mocki: Erst Mal ist das Video relativ wichtig. Weil wir ein Full Length am Machen sind. Deswegen gibt’s da ja so mehr oder weniger einen Trailer, der eigentlich auch kein richtiger Trailer ist. Aber irgendwie... ja dann doch. So ne kleine Vorankündigung für des volle Video und das erst mal so jedenfalls bei mir so das Hauptaugenmerk oder was mir Kopfschmerzen bereitet, wo ich vielleicht auch ein bisschen ernst bei der Sache dabei bin. Weil da geht’s ja um Skaten. Und sonst, weiß nicht, viel Geld verdienen.  

P: Wir werden das Ding einfach so weiterfahren, keinen Fick geben, machen worauf man Bock hat und wenn irgendwann nochmal so paar Euros dabei überhängen bleiben, dann mieten wir uns den 25. Stock von irgendeinem Hochhaus hier in Frankfurt und bauen da unser fettes Headquarter auf.  

M: Neee, dann gibt’s nur eine dicke Party. So viel Geld zu machen, dass man eine fette Party schmeißen kann und dann mal gucken, dann is alles weg und man muss wieder ein normales Leben führen.  Live or Die. Das ist mein Motto.

You only die once.  

M: Ja genau. Je nachdem wie spirituell wir weiterkommen, gibt’s dann vielleicht auch noch tiefere Ebenen zu durchforsten.

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Philipp & Mocki