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Das Interview zu CCAA

Ganz Köln in einem Video

Skateboard fahren kann man klar auch alleine, aber zusammen macht es dann doch mehr Spaß. Das dachten sich auch Stefan "Schlacks" Vogtländer, Daniel Bexten und Janosch Pugnaghi und starteten das "CCAA" [Colonia Claudia Ara Agrippinensium, der römische Name Kölns, Anm. d. Red.] Projekt, dessen Ziel es war, ein Video zu erstellen, bei dem möglichst jede Crew aus Köln mit einem eigenen Part vertreten ist. Drei Parts gab es bereits bei uns zu sehen, heute kommt noch das komplette Video und dazu haben wir die Jungs befragt.

Wie kam die Idee zu CCAA zustande?

Bexten: Aus einer Bierlaune raus haben wir bei mir auf der Terrasse zum ersten Mal darüber gesprochen.

Schlacks: Dann haben wir Janosch nach der Moiré Premiere angesprochen und der hat quasi über Nacht voll viele Leute angehauen und plötzlich kamen im Lentpark Leute auf uns zu und haben uns auf das Video angesprochen.

Janosch: Ich fand die Idee superschön und hab direkt alle meine Freunde gefragt.

Habt ihr denn schon von ein ähnlichen Projekt gehört?

J: Höchstens das Cinematographer Project, aber eigentlich nicht.

Aber von einer kompletten Stadt gibt’s sowas bisher nicht.

S: Nö, höchstens halt ein Video, wo alle Skater einer Stadt vorkommen, aber nicht dass alle Crews einen Part filmen. Nur Ostköln haben wir mal rausgelassen. [lacht]

J: Was is’n Ostköln?

S: Schäl Sick.

J: Aber Ansgar [Wagemann] ist doch von der Schäl Sick.

S: Achso…

"Im Endeffekt hatte jeder seine künstlerische Freiheit. Es gab nur die Länge, fünf Minuten, als Vorgabe."

Wie lange habt ihr im Endeffekt dann daran gearbeitet?

S: Wir haben allen im Oktober 2015 gesagt, dass sie bis September 2016 Zeit haben zu filmen. Nach dreimaliger Verschiebung war die Filmer Deadline dann 14. November.

B: Und Premiere war 17. Dezember.

J: Und die war ja der Hauptgrund das zu machen. Damit möglichst alle Skater aus Köln zusammenkommen…

S: …und die Premiere so groß wird wie möglich.

B: Nachdem wir die Parts hatten, haben wir noch die Zwischensequenzen gefilmt, die sich wegen dem Titel auf das römische Köln bezogen, und damit das Intro editiert. Das hat nochmal so ca. zwei Wochen gedauert.

S: Die Zwischensequenzen haben wir gemacht, damit das nicht wirkt wie eine Youtube Playlist mit irgendwelchen Parts aneinandergereiht.

Was waren denn die Vorgaben für die Filmer?

J: Es sollten halt so viele Skater wie möglich im Video vorkommen, deshalb war das Level nicht so entscheidend. Darum bist auch du drin Stefan. [lacht]

Vielen Dank Janosch.

B: Im Endeffekt hatte jeder seine künstlerische Freiheit. Es gab nur die Länge, fünf Minuten, als Vorgabe. Kameras, Format, Musik – alles war frei wählbar.

J: Und halt Footage nur aus Köln und Umgebung. Wobei das manche bis nach Aachen ausgedehnt haben.

S: Wir wollten halt ein Video ohne Warschauer Bänke. [lacht] Und nur A-Footage, keinen Scheiß!

B: Wir wollten auch sehen, wie verschieden die gleichen Spots von unterschiedlichen Leuten gefahren werden.

J: Und eben die Spots und die Leute im Jahr 2016 festhalten.

Wie habt ihr denn die Leute ausgewählt die dabei sind?

B: Jede Crew hat ja einen Motor der viel filmt und an dem viele Leute dran hängen. Wir haben halt die angesprochen, die eh die ganze Zeit filmen.

S: Ein paar sind ja dann durch Zufall wieder rausgefallen. Basement war irgendwann nicht mehr da und Toby Mantl war plötzlich für ein halbes Jahr in Indonesien.

Hat das Video die Szene denn mehr zusammengebracht?

S: Auf jedem Fall aus den Parks raus! Es wurde ja auch gesagt, dass nicht in Parks gefilmt werden soll.

J: Wahrscheinlich ist Köln ja auch die einzige Stadt die ein Skatepark Full Length hat…

B: Man hat schon gemerkt, dass viele Leute motiviert waren und Bock auf das Projekt hatten.

J: Für viele war es ja das erste größere Videoprojekt, bei dem sie mitgewirkt haben.

S: Auch wenn alle erst ein dreivierteljahr gewartet haben, bis sie angefangen haben zu filmen.

J: Aber dann hat es die Leute produktiver gemacht.

S: Wenn man in den Lentpark oder ans Kap gegangen ist, war keiner da. Alle wollten noch Tricks eintüten.

"Stellt dir vor, du willst mit fünf Leuten eine Session organisieren. Und wir hatten ganz Köln im Schlepptau."

Was waren denn die größten Probleme?

S: Orga! Die ganzen Leute zusammenbringen war hart. Stellt dir vor, du willst mit fünf Leuten eine Session organisieren. Und wir hatten ganz Köln im Schlepptau. Aber in der Facebook Gruppe konnte man immer eine Ansage machen und dann haben es alle gerafft, jedenfalls meistens.

B: Ansonsten hatte Ansgar z.B. seinen Fuß gebrochen und konnte drei Monate nicht filmen.

J: Ich war auch eine Weile in Berlin…

B: Und wir haben uns mit dem Dom eh den beschissensten Spot ausgesucht… Wir hatten ja eigentlich unsere Festplatten voll und hätte nicht filmen gehen müssen, aber dann haben wir uns bei einem Bier überlegt, nur auf der Domplatte filmen zu gehen, weil das mittlerweile ja ein Bust ist. Das war allerdings schwieriger als gedacht, weil du pro Abend mindestens zwei Mal das Ordnungsamt da hattest. Dann musste man warten und die Session ging letztendlich meistens erst nachts los.

S: Wir hatten eine Weile auch keine Kameras und mussten mit iPhones filmen.

War es schwierig, die verschiedenen Parts zusammen in ein Video zu bringen?

S: Ich hab die Parts erst auf der Premiere gesehen.

J: Wir hatten zum Glück jemanden, der die Parts für uns in Reihe gebracht hat.

B: Unser Kurator des Vertrauens sollte die neutral einordnen.

J: Ein paar Leute haben zwar am Ende gesagt, dass das Video zu lang war und man Parts hätte rauslassen können, aber es sollte eben auch ein Video von und für ganz Köln werden und wir wollten in die Parts auch nicht eingreifen.

Ware denn sonst alle mit dem Video zufrieden?

S: Ja schon. Viele haben sich auch bedankt bei Facebook.

Wollt ihr noch eins machen?

J: Ja

B: Auf jeden Fall.

S: CCAA 2 ist schon in Planung. Heißt vielleicht aber dann C&A. [lacht]

J: Ich glaube wenn man es nochmal macht, dann wird es nochmal besser, weil jetzt alle wissen, dass es auch wirklich klappt und noch mehr motiviert sind.

S: Dann aber vielleicht mit weniger Crews, weil das sonst halt echt lang wird.

B: Und ein bisschen spezieller und mit Logbuch, damit jeder genau weiß, was er zu tun hat und man sich noch kreativer ausleben kann.

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