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Dane allein zu Haus – Pontus Alv interviewt Dane Brady

Ich habe Dane das erste Mal gesehen, als Pontus mir den Rough-Cut seiner Section für den neuen Polar Streifen gezeigt hat. Dieser Part trifft’s genau – es ist Dane. Deswegen hat sich das erste wirkliche Treffen auch wie ein Déjà-vu angefühlt. Dane kam diesen Sommer mit einem One-Way-Ticket nach Malmö. Er wollte einfach den Malmö-Vibe spüren, mit Pontus und dem Team abhängen, noch ein paar Tricks filmen und gucken, wo er am Ende landet. Aber wer ist er überhaupt? Ehrlich gesagt weiß ich das nicht so genau. Dane redet nicht sehr viel, aber wenn er es tut, sollte man besser zuhören, weil er wahrscheinlich von einem Spot erzählt, den nie einer als solchen erkannt hat, an dem er sich aber trotzdem den einen oder anderen Trick vorstellen kann. Ich sehe ihn irgendwie als einsamen Wolf. Wenn er vor 150 Jahren geboren worden wäre, wäre er wahrscheinlich ein Cowboy gewesen, der auf dem Rücken seines Pferdes sitzend Spots sucht. Dane Brady Beach Fabian Fuchs
Wo kommst du her, Dane?
Aus Portland, Oregon.
Ich arbeite gerade an deinem Part, also lass uns das Ganze mal durchgehen. Du bist gerade 21 geworden. Ist es eine Erleichterung nicht mehr mit einer fake ID rumzuhustlen?
Ne, eigentlich nicht. Es ist nur etwas einfacher, wenn ich mit älteren Leuten unterwegs bin.
Aber du hattest einen gefälschten Ausweis, oder?
Hatte ich, aber ich hab ihn nicht so gerne benutzt. Nur ein oder zwei Mal habe ich das gemacht. Aber es ist schon recht normal sich einen zu holen, wenn man 18 oder 19 ist.
Naja, lass uns mal über Skateboarding reden: Wie und wann hast du angefangen zu skaten?
Ungefähr in der Zeit, als ich angefangen habe zur High School zu gehen. Ich glaube, den Sommer davor habe ich angefangen, mich dafür zu interessieren, weil ich erst mal nur ein Longboard hatte und ein Freund dann sein Skateboard bei mir zuhause vergessen hat. Mit dem Longboard bin ich aber immer nur Downhills gefahren. Also habe ich angefangen damit zu fahren, weil er es nicht mehr benutzt hat und sogar vergessen hat, dass es bei mir ist. Und dann bin ich einfach damit gefahren, bis es komplett durch war. Ich weiß noch, wie im Arsch das war und darauf war ich auch ziemlich stolz.

Ich hatte Cruiserboardrollen dran, als ich das erste Mal da war, ohne irgendeinen Plan, was ich da mache

Was war das für ein Board?
Irgendeine kleine lokale Company, M&M. Ich weiß gar nicht, wer die gemacht hat. Halt einfach irgendeine kleine komische Marke.
Und was war das erste Board, das du dir wirklich gekauft hast? Erinnerst du dich daran das in nem Laden gekauft zu haben?
Daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern, aber ich erinnere mich daran, dass ich zum Skatepark gefahren bin, mit diesem alten Board, das ich schon superlange gefahren bin. Das war echt hinüber und irgendein Typ war da und hat gesehen, dass ich dieses gammelige Board fahre und meinte zu mir: „Hey man, willst du mal das Board hier fahren?“ Einfach total random, aber ich bin trotzdem kurz damit gefahren und er hat dann gefragt: „Willst du das haben? Nimm ruhig, ich komme von außerhalb, hau gleich wieder ab und brauch’s nicht.“ War schon komisch irgendwie, aber ich meinte: „Klar, warum nicht?“ Das war so ein goldenes Birdhouse Tony Hawk Board mit einem riesigen Totenkopf drauf und ein paar Indies und richtig fetten Rollen. Dane Brady No-Comply-Polejam

No-Comply Polejam

Wer hat dich damals richtig gestoked?
Eigentlich größtenteils Carroll und die ganzen EMB Sachen. Das hatte einfach einen coolen Vibe für mich, den ich gerade auch wiederentdecke. Im Moment schaue ich viel Natas, Tom Knox und Sheffey, aber damals habe ich eigentlich immer den ganzen Tag irgendwelche random Youtube Videos geguckt. Nichts Spezifisches, aber mein Geschmack hat sich auch immer schnell geändert. Ich hatte aber auch nichts anderes, weil in meiner Nachbarschaft fast niemand geskatet ist, alle haben eher so Teamsportarten gemacht.
Also warst du eher so ein Einzelgänger?
Ja, ich bin einfach irgendwelche Einfahrten und andere kleine Spots gefahren, bis mir einer meiner Freunde von dieser Halle erzählt hat. Die hieß Department of Skateboarding. Ich hatte Cruiserboardrollen dran, als ich das erste Mal da war, ohne irgendeinen Plan, was ich da mache. Aber ich bin immer wieder hingegangen, weil mich der ganze Vibe da so gestoked hat und da habe ich dann auch so ziemlich jeden getroffen, den ich jetzt kenne. Sobald ich angefangen habe mich da wohlzufühlen, bin ich jeden Tag hingegangen.

Ich konnte noch nie einfach irgendwo hinfahren und nicht darüber nachdenken, wo ich gerade bin

Gibt es den Park noch?
Nein, der hat zu gemacht, aber direkt daneben war der Cal’s Pharmacy Skateshop und der ist umgezogen. Da arbeite ich jetzt sogar.
Wie ist das zustande gekommen?
Ich bin einfach jahrelang fast jeden Tag da gewesen und habe die Leute gut kennengelernt und als der Skatepark zugemacht hat, hatten wir noch ein paar letzte Sessions mit allen. Der Shop hat dann ein paar Monate später erstmal zugemacht. Das war so eine Zeit, wo alle kaum noch miteinander geredet haben und jeder seinen eigenen Dingen hinterhergegangen ist. Ich habe so halb versucht nach New York zu ziehen, aber das hat nicht hingehauen und dann haben die Jungs vom Skateshop mir erzählt, dass sie wieder einen Shop aufmachen und weil ich mich in New York nicht so wohlgefühlt habe, habe ich sie gefragt, ob ich da arbeiten kann.
Ich wusste gar nicht, dass du mal nach New York ziehen wolltest. Wann war das?
Ich glaube, ich war so um die 18 Jahre alt und war einen oder zwei Monate da, bevor ich wieder nach Hause bin, weil das einfach nicht mein Ding war. Ich war damals gerade mit der Schule fertig und habe schon seitdem ich 16 war gearbeitet und Geld gespart und alle meine Freunde sind studieren gegangen, deswegen wollte ich raus aus der Stadt. Dane Brady Tailslide

Tailslide

Warum New York?
Ich wollte da jetzt keine Skateboardkarriere starten oder so. Das war einfach ein Ort, der mich immer interessiert hat und ich kannte ein paar Leute, die dort hingezogen sind und ich wollte einfach mal hin und es auschecken.
Wie wichtig ist dir Portland? Es scheint so, als hättest du eine besondere Verbindung zu der Stadt. Ich hatte immer das Gefühl, dass, egal wo ich hingegangen bin, ich aus irgendeinem Grund immer wieder zurück nach Malmö wollte.
Es hat sich schon immer angenehmer angefühlt, wenn ich hier bin. Es ist sogar irgendwie etwas schwierig, wenn ich zum Skaten woanders hinfahre. Hier war immer alles richtig. Ich kenne halt die Leute und die Spots. Wir sind hier immer richtig auf Erkundungstouren zu den komischsten Spots gefahren und jetzt kenne ich einfach alle Gebiete hier und kann überall hin ohne irgendwie gestresst zu sein.
Genau wie mit Kevin [Rodriguez] und Paris. Du kennst einfach jede Straßenecke in und auswendig und wenn du dir einen Trick überlegst, weißt du sofort, wo du ihn machen kannst…
Yeah, aber es gibt auf jeden Fall auch Leute, die überall skaten können, wo sie wollen. Aber für andere ist es wichtig, wo der Spot ist, weil sie sich sonst nicht wohlfühlen. Ich konnte noch nie einfach irgendwo hinfahren und nicht darüber nachdenken, wo ich gerade bin. Mir persönlich bedeutet es auch einfach mehr, wenn ein Spot direkt neben deinem Haus ist oder an anderen Orten, die du halt jeden Tag siehst. Dane Brady 5050 Hippie Jump

50-50 Hippie Jump

Es ist auch cool einen Spot zu sehen und zu denken: „Alter, ich glaube, ich könnte eines Tages dieses Rail sliden oder an dieser Wand einen Wallride machen.“ Mein letzter Trick in „Miraculous“, der Boardslide an der weißen Hubba, ich habe mir das Ding angeschaut, seitdem ich zehn war. Hast du auch solche Spots in Portland?
Es gibt auf jeden Fall ein paar Sachen, die meine Freunde und ich uns immer angeschaut haben und gedacht haben, wer was daran machen könnte. Du brauchst einfach nur die Eier dazu. Die Sachen, die ich mir angucke, dafür brauch ich schon etwas Überwindung. Zum Beispiel gibt es da dieses 25er Kinkrail, was um die Kurve geht, daran denke ich schon ziemlich lange…
Du hast dann irgendwann angefangen mit Tom zu filmen, nur um mal meine Version der Geschichte zu erzählen, aber es war wirklich total komisch, wie du ins Team gekommen bist, weil Waylon [Bone] mir eines Tages einen Youtube-Link von dir geschickt hat und ich dachte, ihr kennt euch, das war aber gar nicht so, oder?
Ich habe Aaron [Herrington] mal ganz kurz getroffen, aber nie Waylon…

Zum Beispiel gibt es da dieses 25er Kinkrail, was um die Kurve geht, daran denke ich schon ziemlich lange…

Was war deine Motivation dahinter? Hast du einfach nur deine besten Sachen gefilmt, um ein Sponsor Me Tape zu machen?
Es sollte eigentlich gar kein Sponsor Me Tape sein. Ich habe einfach viel mit Tom gefilmt und dann war das auf seinem privaten Youtube Account. Ich weiß gar nicht genau warum. Einfach um es zu haben, denke ich mal. Ich habe es dann meinem Kollegen geschickt, der in New York wohnt und der kannte Waylon und hat es ihm denke ich mal auch gezeigt und dann ist es ja auch schon in deine Hände geraten. Aber ich habe nicht probiert gezielt für eine Company zu fahren.
Ich kann mich auch nicht mehr richtig daran erinnern, wie wir dann das erste Mal in Kontakt getreten sind. Ich weiß nur noch, dass ich mir deinen Clip angeguckt habe und gedacht habe, dass das wirklich interessant ist, weil du eine komplett andere Herangehensweise beim Skaten hast und das ist genau das, was ich immer bei den Leuten suche. Weißt du noch, wie das dann alles zustande gekommen ist?
Ich glaube, wir haben dann angefangen E-Mails zu schreiben und dann haben wir irgendwann geskyped und einfach geredet. Du hast mir gesagt, dass ich die Footage saven soll, weil Transworld die auch für einen online Clip benutzen wollte, der dann mit meinem Feature im Magazin online geht. Die waren auch etwas pissig, weil du denen gesagt hast, dass sie es nicht benutzen sollen. Ich war irgendwie auch überrascht und hatte einfach Bock, als wir uns dann das erste Mal in LA getroffen haben. Dane Brady filmt Pontus NoComply

Dane filmt Pontus’ No-Comply

Ja, ich kann mich noch daran erinnern, wie wir den Feuerhydranten geskatet sind und du irgendwie noch zu uns ins Hotel gezogen bist für ein paar Tage. Wir waren da im Urlaubsmodus unterwegs und dann gab es noch das legendäre Treffen mit Neil Blender – kannst du uns da was drüber erzählen?
Das war einfach ziemlich episch. Wir wollten Tom [Remillard] Hallo sagen und du wolltest die ganze Zeit Neil treffen und der hat dann auf einmal direkt die Straße runter gewohnt. Wir wollten das dann einfach auschecken und sind zu dem Haus gefahren und es war der Hammer.
[lacht] Es war so peinlich, aber ich bin einfach ein zu großer Blender Fan. Eine andere witzige Story ist, dass Tom früher immer zu mir nach Hause in San Diego gekommen ist, um sich meine alten Boards abzuholen, als ich noch für Arcade gefahren bin. Jahre später war er auf Anti Hero und ich habe ihn in Berlin getroffen und er meinte: „Yo, ich bin’s Tom. Danke, dass du mir damals immer deine alten Boards gegeben hast, ich bin der kleine Junge, der immer zu dir nach Hause gekommen ist!“ – Aber naja, die erste offizielle Sache, die wir zusammen gemacht haben war „Manhattan Days“, aber das war auch nicht wirklich geplant. Du warst einfach da und hast dich in die Session eingeklinkt. Und dann warst du auch schon mit uns auf dem UK-Trip und hast alle kennengelernt.
Ja, es hat ungefähr anderthalb Jahre gedauert, bis ich wirklich am Start war. Es ist einfach irgendwie passiert, aber es war immer eine Sache, von der ich gerne ein Teil sein wollte und irgendwie hat sich dann alles zusammengefügt. Ich war immer noch ziemlich überrascht und könnte grad nicht mehr begeistert sein. Dane Brady Film Footy Check
Du warst vor Kurzem ja noch für drei Monate in Malmö und Kopenhagen und du warst damals in England und in Frankreich – was würdest du sagen sind die größten Unterschiede zwischen Amerika und Europa?
Ich würde schon sagen, dass Malmö und Portland sich etwas ähneln, wenn es ums Skaten geht, weil die roughen Spots und die industrieähnlichen Gebiete ziemlich gleich sind. Aber die Leute in Europa sind auf jeden Fall entspannter. Hier stressen sich die Leute ohne Grund. Die sind immer kurz vorm Platzen, regen sich über den Verkehr auf, regen sich über Kleinigkeiten auf... Und vielleicht irre ich mich, aber es kommt mir vor, als ob die Essensportionen in Europa kleiner sind. Das merkst du ziemlich schnell, wenn du hier ein wenig Zeit verbringst…
Du hast vorhin gesagt, dass du dir diese ganzen alten Sachen anschaust. Was gefällt dir daran?
Es ist einfach die Art, wie die Leute damals geskatet sind. Nicht nur, was für Tricks die gemacht haben, aber eher wie sie sie gemacht haben. Niemand kann einen Slappy so cool aussehen lassen wie in den 80ern. Es ist einfach so raw.
Gibt es aktuelle Sachen, die du dir gerne anschaust?
Oh man, es gibt einfach viel zu viel Zeug da draußen und es ist eher schwer, dabei dann was Bestimmtes zu finden, das man mag. Auf jeden Fall was Kevin und die Jungs in Paris machen ist ziemlich sick. Die ganze Szene da ist echt cool, weil es sich so anfühlt, als wären die eine richtige Crew und das ist schwer zu finden heutzutage.

Niemand kann einen Slappy so cool aussehen lassen wie in den 80ern

Aber du produzierst auch eine Menge Clips auf Instagram und was ich an denen gut finde, ist, dass du nicht davor zurückschreckst, die Sachen kurz und klein zu schneiden und zum Beispiel keine ganzen Lines hast – wie kam es dazu?
Ich finde, es macht einfach Spaß zu gucken, wie viel man in diese kleine Zeitspanne quetschen kann. Ich probiere einfach etwas Schnelles zu machen, das ich mir gerne anschaue und wovon du Bock auf Skaten kriegst. Wenn man mit einem Handy filmt ist es auch weniger ernst und man denkt nicht so viel nach, wie wenn man richtig filmen geht. Besonders heutzutage ist es wichtig, auch noch diese andere Seite zu haben, wo das alles nicht so wichtig ist, wo es nur darum geht Spaß zu haben.
Und da sind wir wieder bei den Anfängen des Skateboardings, als es noch eher ein Spielzeug war, mit dem man auf der Straße gespielt hat, mit dem man einfach Spaß hat... Glaubst du das Skateboarding zu ernst ist?
Das kann es auf jeden Fall manchmal sein…
Hast du noch was zu sagen, um die Sache hier rund zu machen?
Ich danke dir und jedem bei Polar und allen meinen Freunden aus Portland, die mich in letzter Zeit ziemlich stoken! Dane Brady Wallie

Wallie

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